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16.000 Slowakinnen als Altenpfleger in Österreich

16000 Slowakinnen Altenpfleger oesterreich
Symbolbild(c) APA (BARBARA GINDL)
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Nur sieben Prozent von ihnen sind illegal beschäftigt. Auch wenn der Großteil der Pflegerinnen mit ihrer Arbeit zufrieden ist, wollen nur die wenigsten in Österreich bleiben.

16.000 slowakische Pflegerinnen betreuen alte Menschen in Österreich. Ihre Zahl bewegt sich seit dem Jahr 2009 auf diesem Niveau, als sie von zuvor 6000 sprunghaft angestiegen war, erklärte Miroslav Bahna vom Sozialinstitut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAV) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Bratislava.

"Zwei Drittel dieser Frauen gehören der Altersgruppe von 40 bis 49 Jahren an", sagte Bahna laut einem Bericht der slowakischen Nachrichtenagentur TASR. Sie seien damit im Durchschnitt älter als andere Migranten. Die SAV-Studie habe sich aber nicht mit männlichen Pflegern befasst. Der Untersuchung zufolge stammen die meisten der in Österreich tätigen Pflegerinnen aus den Regionen Kosice, Presov, Banska Bystrica und Zilina.

Mehr als 70 Prozent der Pflegerinnen hätten Maturaabschlüsse, 18 Prozent Mittelschul-Ausbildungen ohne Reifeprüfung und jede zehnte habe ein Universitätsstudium abgeschlossen, berichtete der Soziologe. Lediglich ein Prozent der in Österreich tätigen slowakischen Pflegerinnen verfüge nur über eine Grundschulausbildung.

Sieben Prozent "informell" beschäftigt

"Mehr als die Hälfte dieser Frauen ist verheiratet", sagte Bahna, und fast drei Viertel hätten Kinder, von denen die meisten bereits erwachsen seien. Die meisten der Pflegerinnen seien legal in Österreich tätig, sieben Prozent hätten aber angegeben, "informell" beschäftigt zu sein, geht aus der Umfrage hervor.

Rund 78 Prozent der Pflegerinnen seien mit ihrer Arbeit in Österreich zufrieden und hätten angegeben, dass sich ihre persönliche Lebenssituation dadurch verbessert habe. Dennoch hätten die meisten von ihnen, nämlich 88 Prozent aller Befragten, nicht die Absicht, sich auf Dauer in Österreich niederzulassen.

(APA)