Wertberichtigungen in der Höhe von 346 Mio. Euro belasten den Versicherer. Das operative Kerngeschäft laufe aber robust, sagt Konzernchef Brandstetter.
Weitere Wertberichtigungen auf griechische Staatspapiere und die Einmalkosten für die Neuausrichtung des Konzerns haben die Uniqa-Gruppe 2011 stärker belastet als bisher bekannt. Nach vorläufigen Daten wurde das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf rund minus 330 Millionen Euro gedrückt (nach positiven 153 Millionen Euro 2010), im Herbst ging man noch von 250 bis 300 Millionen Euro Minus aus.
Allein die Abwertung der Athener Staatsbonds kostete den Versicherer netto 346 Millionen Euro, teilte die Uniqa am Freitag ad-hoc mit.
"Robustes operatives Kerngeschäft"
Die einmaligen Sondereffekte - 190 Millionen Euro für den Konzernumbau, wie im September angekündigt - würden die Uniqa in Zukunft entlasten, betonte CEO Andreas Brandstetter: "Wir haben ein robustes operatives Kerngeschäft."
Die laufenden verrechneten Prämieneinnahmen (samt Sparanteilen aus Fonds- und Indexpolizzen) stiegen 2011 konzernweit um 4,4 Prozent auf 5,367 Milliarden Euro. Die Schadenquote in Schaden/Unfall konnte auf 65,3 (68,4) Prozent verbessert werden, die Kostenquote stieg aber wegen der einmaligen Belastungen überproportional auf 26,7 (21,9) Prozent.
(APA)