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Graffiti in Israel: "Tod den Christen, Tod den Arabern"

Jerusalem Graffiti christenfeindlich
Ein Auto mit christenfeindlichen Graffiti und zerstochenen Reifen vor einem Kloster in Jerusalem(c) REUTERS (Baz Ratner)
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Im jüdischen Westteil von Jerusalem haben Unbekannte Hetzgraffiti an Klöstern, Hausmauern und Autos angebracht. Die Polizei ermittelt.

Unbekannte haben in Jerusalem Graffiti mit anti-christlichen und anti-arabischen Sprüchen an Hauswände gesprüht. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, schrieben die Täter etwa "Tod den Christen" an die Mauer eines Klosters im jüdischen Westteil der Stadt. Überdies wurden die Reifen von zwei vor dem Kloster parkenden Autos zerstochen und die Fahrzeuge ebenfalls mit Graffiti beschmiert. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein.

In Ost-Jerusalem sprühten Unbekannte auf eine Schule für jüdische und arabische Kinder: "Kahane hatte recht, Tod den Arabern". Der Spruch bezieht sich auf den radikalen Rabbi Meir Kahane, der in den USA die Jewish Defense League gegründet hatte. Kahane wurde 1990 in New York von einem Ägypter erschossen. Ein dritter Vorfall wurde aus einem kleinen palästinensischen Dorf im Norden des Westjordanlandes gemeldet. Dort schmierten Unbekannte ebenfalls "Tod den Arabern" auf eine Hauswand.

Der Rat der religiösen Institutionen im Heiligen Land, dem Vertreter des Judentums, des Islam und der christlichen Kirchen angehören, verurteilte die Taten und rief zu mehr Respekt für die heiligen Stätten auf. In den vergangenen Monaten gab es in Israel vermehrt Fälle von Vandalismus durch Extremisten und radikale Siedler.

(Ag.)