Credit Suisse: Konzernumbau sorgt für Gewinneinbruch

Credit Suisse-Chef Dougan nennt das Ergebnis
Credit Suisse-Chef Dougan nennt das Ergebnis "enttäuschend"(c) EPA (Steffen Schmidt)
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Der stark von der Krise auf den Finanzmärkten getroffene Konzern muss hohe Kosten für den Umbau einsetzen. Auch die Banker-Boni werden gekürzt.

Turbulenzen auf den Finanzmärkten und enorme Kosten für den Umbau des eigenen Konzerns haben bei der Credit Suisse einen unerwartet hohen Gewinneinbruch von 62 Prozent verursacht. Das Jahresergebnis der weltweit tätigen Schweizer Großbank stürzte 2011 unterem Strich auf 1,95 Milliarden Franken (1,61 Milliarden Euro) ab - nach einem Gewinn von 5,1 Milliarden Franken im Jahr zuvor.

Für das vierte Quartal gab der zweitgrößte Schweizer Finanzkonzern am Donnerstag in Zürich gar einen Verlust von 637 Millionen Franken bekannt, ein Jahr schlug noch ein Plus von 841 Millionen Franken zu Buche. CS-Chef Brady Dougan nannte das Ergebnis schlicht "enttäuschend". Es widerspiegle allerdings das schwierige Marktumfeld.

3500 Stellen werden gestrichen

Dougan verwies auf hohe Kosten für den als Reaktion auf die Probleme an den Finanzmärkten in Gang gesetzten Konzernumbau mit der Streichung von 3500 Stellen, den Rückzug aus verschiedenen Geschäftsfeldern sowie den Abbau von Risikopapieren. Insgesamt kostete das die Bank rund eine Milliarde Franken. Dem Vorstand zufolge wirkt sich die Kostenbremse inzwischen positiv aus. Man sehe einen "Trend zur Verbesserung".

Angesichts der empfindlichen Einbußen kürzte sich die Konzernleitung die Boni fürs vergangene Jahr um 57 Prozent. Der Topf für "variable Vergütungen" für die anderen Banker sei um 41 Prozent geringer gefüllt als im Vorjahr. Mit weniger müssen sich auch die Aktionäre zufriedengeben. Sie erhalten 0,75 Franken Dividende pro Anteilsschein, nach 1,30 Franken im Vorjahr.

Investmentbanking im Minus

Besonders schlecht lief es für die CS - wie auch bei deren Konkurrenten - im Investmentbanking. Es bescherte der Bank im vierten Quartal einen Verlust vor Steuern von 1,31 Milliarden Franken nach einem Plus knapp 560 Millionen Franken vor Jahresfrist. Weniger dramatisch war der Quartalseinbruch im Private Banking. Bei der Verwaltung großer Vermögen verbuchte die CS einen Vorsteuergewinn von 467 Millionen Franken.

(APA)


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