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Iran sperrt Zugang zu weiten Teilen des Internets

Themendienst Multimedia: Datenfallen Facebook, Google+ und Co
(c) AP(Timur Emek)
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Insgesamt sind bereits mehr als fünf Millionen Webseiten gesperrt. Jüngst wurden die Blockaden wegen möglicher Proteste ausgeweitet.

Im Iran ist der Zugriff auf das Internet eingeschränkt worden. Bereits seit drei Tagen sei das Senden von E-Mails nicht möglich, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr am Samstag. Betroffen seien vor allem Dienste wie Google, Hotmail oder Yahoo. Das Empfangen von Nachrichten sei dagegen möglich. Die Störung fiel mit den Feiern zum 33. Jahrestag der islamischen Revolution zusammen.

Eine offizielle Erklärung für die Störung gab es nicht. Es wurde jedoch spekuliert, dass diese mit den für diesen Dienstag geplanten Protesten der Opposition zusammenhängen könnte und auf diese Weise Absprachen der Demonstranten über das Internet verhindert werden sollten.

Im Iran sind derzeit nach Schätzungen mehr als fünf Millionen Seiten im Netz blockiert, darunter etwa Facebook. Um dies zu umgehen, setzen die Bürger spezielle Software oder sogenannte virtuelle private Netze (VPN) ein. Teheran plant schon seit längerem, eine Art nationales und "sauberes" Internet für den Iran zu entwickeln. Bisher ist das aber nicht umgesetzt worden.

(Ag.)