Deutschland: Rege Nachfrage am Immobilien-Investmentmarkt

Deutschland Rege Nachfrage ImmobilienInvestmentmarkt
Deutschland Rege Nachfrage ImmobilienInvestmentmarktReuters/Kai Pfaffenbach
  • Drucken

51 Milliarden Euro wurden 2011 in Immobilien angelegt. Besonders begehrt sind Büros und Handelsflächen an guten Standorten.

Nach Analysen von DIP – Deutsche Immobilien-Partner zeigten Investoren im Vorjahr reges Interesse an deutschen Immobilien. Besonders gefragt: Büro- und Geschäftshäuser an Top-Standorten sowie marktgerechte Wohnungsbestände und Mehrfamilienhäuser.

Das Transaktionsvolumen am deutschen Immo-Investmentmarkt betrug 2011 insgesamt 51 Mrd. Euro, um 16 Prozent mehr als 2010. Laut DIP-Sprecher Henrik Hertz stand dabei für die Investoren nicht die Renditenmaximierung im Vordergrund, sondern die „mittel- bis langfristige Kapitalsicherung unter Einrechnung realistischer Wertsteigerungen“.

Wohnobjekte: „Big Seven“ im Fokus

Im Wohnsegment zog die Nachfrage deutlich an. Sie konzentriert sich laut der Untersuchung auf Städte, in denen mit einem nachhaltigen Bevölkerungswachstum gerechnet wird – vor allem auf die „Big Seven“ (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart). Im Gewerbebereich waren vor allem Handelsimmobilien gefragt: Geschäftshäuser in Top-Lagen, aber auch neuere Shopping-Center und Einzelhandels-Portfolios. In Grenzen hielt sich dagegen die Nachfrage nach traditionellen Büro-Investmentobjekten.

Internationale Investoren sehr interessiert

Stark gestiegen ist das Interesse ausländischer Investoren am deutschen Markt. Ihr Fokus lag auf Gewerbeimmobilien in den „Big Seven“, Spitzenreiter war 2011 Frankfurt mit einem gewerblichen Investmentvolumen von drei Mrd. Euro vor München (2,9 Mrd. Euro).

Bei Objekten in Core-Lagen ließ der deutliche Nachfrageüberhang die Preise steigen und damit die für Investoren erzielbaren Renditen sinken. Im Gewerbebereich waren Topobjekte in München am teuersten, gefolgt von Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. Die Spitzenrenditen betrugen im Mittel der 15 untersuchten Märkte 5,12 Prozent für Top-Geschäftshäuser und 5,54 Prozent für reine Büroobjekte. Bei Wohnimmobilien erwies sich ebenfalls München als teuerstes Pflaster (Spitzenrendite: 4 Prozent), dahinter rangieren Stuttgart und Hamburg. Vergleichsweise günstig und renditeträchtig: Wohnobjekte in Magedburg, Rostock und Leipzig mit Spitzenrenditen von 7,5, 6,5 beziehungsweise 6,3 Prozent.

Auch 2012 könnte laut DIP ein gutes Investmentjahr werden – wenn die Risikobereitschaft der Investoren steigt und die Banken als Geldgeber mitspielen. Deren „krisenfolgend deutlich restriktivere Finanzierungspolitik“ lasse derzeit Investments jenseits der Core-Lagen scheitern, so Hertz.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.