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Standard & Poor's droht Japan mit Herabstufung

JAPAN ECONOMY RECESSION
(c) EPA (Franck Robichon)
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Steigen die Schulden weiter an, könnte die Ratingagentur die Kreditwürdigkeit Japans weiter herabstufen. Derzeit wird das Land mit einem "AA-" bewertet.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Japan vor einer Herabstufung der Bonitätsnote gewarnt. Dazu könne es kommen, wenn die Wirtschaft weniger wachse als erwartet oder die staatlichen Schulden weiter anstiegen, teilte S&P am Montag mit. Höhere Steuern allein könnten die Strukturprobleme des Landes nicht lösen. Japan hat die größte Schuldenlast unter den Industrienationen.

S&P bewertet die Schuldtitel Japans weiterhin mit der Note "AA-" und damit drei Stufen unter dem Spitzenrating "AAA". Die Bewertung ist aber mit einem negativen Ausblick versehen. Damit signalisieren die Agenturen, dass eine Herabstufung geprüft wird.

Rekord-Handelsdefizit im Jänner

Am Montag wurde außerdem bekannt, dass Japan im Jänner ein Rekord-Handelsdefizit von rund 14,5 Milliarden Euro verzeichnete. Wie das Finanzministerium in Tokio am Montag mitteilte, nahmen die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,8 Prozent auf knapp sechs Billionen Yen zu. Die Exporte gingen um 9,3 Prozent auf 4,5 Billionen Yen zurück. Es ist das bisher höchste Defizit in einem einzelnen Monat seit 1979, als die Statistik erstmals erfasst wurde.

Vor allem teure Energieimporte trieben die Importkosten in die Höhe. Als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima sind zurzeit fast alle der 54 japanischen Atomkraftwerke abgeschaltet. Verstärkt wurden die Probleme durch die historische Stärke der Landeswährung Yen, die die Ausfuhr von in Japan gefertigten Waren verteuerte. 2011 hatte Japan daher zum ersten Mal seit 31 Jahren ein Handelsdefizit verzeichnet.