Die Ebit-Prognose von 340 Mio. Euro für 2011 wurde wiederholt. Der Auftragsstand per Ende 2011 liegt um neun Prozent unter dem Vorjahr.
Der Baukonzern Strabag hat im vergangenen Jahr eine leicht höhere Bauleistung von 14,33 Milliarden Euro gemacht, was einer Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entsprach, teilte das börsenotierte Unternehmen mit. Der Auftragsbestand lag zu Jahresende 2011 dagegen mit 13,36 Milliarden um neun Prozent unter jenem von Ende 2010.
Gewinnzahlen 2011 wurden keine veröffentlicht, das Unternehmen verwies jedoch auch heute auf eine Prognose für den operativen Gewinn (Ebit) 2011 von Ende November in Höhe von 340 Millionen Euro.
Obwohl das unsichere Umfeld das Planen erschwere, strebt die Strabag für das Geschäftsjahr 2012 eine weitgehend stabile Bauleistung und mit einem Ebit über 300 Millionen Euro "ein recht stabiles Ergebnis an".
Im vergangenen August war die Strabag für 2012 noch einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) Höhe von 330 Millionen Euro ausgegangen.
Sinkende Nachfrage in Polen
Für heuer erwartet das Unternehmen "ein weiterhin widriges Umfeld für den Verkehrswegebau" und eine "Abschwächung der Baunachfrage in Polen" nach der Fußball-Europameisterschaft. "Dem steht die Erwartung eines weiterhin soliden Geschäftes im deutschen Hoch- und Ingenieurbau" und einer "einer Verbesserung des Ergebnisses in den Nischenmärkten" gegenüber.
Der sinkende Auftragsstand sei durch Polen bedingt: Die Strabag hatte große Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand gewonnen, die 2011 teilweise abgearbeitet wurden. "Dadurch wandelte sich ein Auftragsbestand von circa 1,4 Milliarden Euro in Leistung, sodass der Auftragsbestand allein in Polen von 2,3 Milliarden auf rund 900 Millionen Euro sank".
Die endgültigen Zahlen will der Konzern erst am 27. April veröffentlichen. Der Konzern beschäftigt aktuell 76866 Mitarbeiter.
Am Freitagnachmittag meldete die Strabag den Abschluss eines neuen italienischen Autobahnauftrags über eine Milliarde Euro.
(APA)