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Syrien: Verletzte Journalistin aus Homs geschmuggelt

Syrien Verletzte Journalistin Homs
(c) EPA (LOCAL COORDINATION COMMITTEE/YOU)
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Die 31-jährige Edith Bouvier ist wieder in Sicherheit. Sie wurde von Homs in den Libanon geschmuggelt.

Die in Syrien verletzte französische Journalistin Edith Bouvier ist in Sicherheit. Der französische Präsident Nikolas Sarkozy bestätigte in Brüssel entsprechende Informationen aus dem Libanon. Nach Angaben von syrischen Oppositionellen konnte die 31-Jährige am Donnerstag aus der Provinz Homs in den Libanon geschmuggelt werden.

Sarkozy sagte bei einer eilends einberufenen Pressekonferenz während des EU-Gipfels am Abend, Bouvier und ihr Begleiter seien aus Syrien in den Libanon in Sicherheit gebracht worden. "Ich habe mit ihr gesprochen, und sie ist sehr glücklich, ich habe auch mit ihrer Mutter gesprochen." Zu den Verletzungen der Journalistin sagte der französische Präsident, ihr linker Oberschenkel sei gebrochen. "Sie hat sehr gelitten." Nun werde die Rückkehr der Journalistin auf französisches Territorium vorbereitet, um sie zu behandeln.

Sarkozy dankte allen, die mitgeholfen hätten: "Ich danke den Demokraten in Syrien und in den Nachbarländern." Zu den Umständen der Evakuierung könne er wegen der extremen Lage in Syrien nicht mehr sagen.

Zusammen mit Bouvier konnte der französische Fotograf William Daniels in Sicherheit gebracht werden. Er hatte gemeinsam mit der 31-Jährigen für die französische Zeitung "Le Figaro", aber auch für das "Time Magazine" gearbeitet. Er soll unverletzt sein.

Bouvier war nach Angaben eines mutmaßlichen Mitgliedes der sogenannten Freien Syrischen Armee zunächst in der Nacht zum Dienstag mit dem britischen Fotografen Paul Conroy in Richtung libanesischer Grenze unterwegs gewesen. Dort seien sie von Truppen von Präsident Bashar al-Assad beschossen worden. Ein Teil der Gruppe habe mit Conroy die Grenze erreicht. Ein anderer Teil habe Bouvier, die wegen ihrer Beinverletzung nicht laufen konnte, zurück nach Homs gebracht.

Bouvier und Conroy waren in der umkämpften Stadt Homs zusammen mit weiteren Kollegen in einen Artillerieangriff geraten. Die amerikanische "Sunday-Times"-Kriegsreporterin Marie Colvin und der französische Fotograf Remi Ochlik kamen dabei ums Leben. Sie wurden nach Angaben von Oppositionellen mittlerweile vor Ort beerdigt. Eine Aufbewahrung der Leichen sei nicht möglich gewesen, weil es keinen Strom für die notwendige Kühlung gebe, hieß es.

Nach Informationen des französischen Radiosenders "France Info soll von Bouvier von Beirut aus so schnell wie möglich nach Frankreich ausgeflogen werden. Ihr schwerer Beinbruch muss nach Angaben der "Figaro"-Redaktion dringend operiert werden.

(Ag.)