Nachrichten Meinung Magazin
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Protestmarsch

''Bankangestellte sind keine Privilegienritter''

Die Bankmitarbeiter protestieren gegen drohende "Reallohnverluste". Die Arbeitgeber wollen weniger als eine Anpassung an die Inflation zahlen.
02.01.2017 um 11:00
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Die Gewerkschaft GPA djp hat am 5. März österreichweit mit Protestmärschen und Kundgebungen auf die bislang ergebnislos verlaufenen Kollektivvertragsverhandlungen aufmerksam gemacht. Bis zu 3000 Bankmitarbeiter versammelten sich allein in Wien.Von Peter Huber
Die Gewerkschaft GPA djp hat am 5. März österreichweit mit Protestmärschen und Kundgebungen auf die bislang ergebnislos verlaufenen Kollektivvertragsverhandlungen aufmerksam gemacht. Bis zu 3000 Bankmitarbeiter versammelten sich allein in Wien.Von Peter Huber
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Worum ging es? Die Arbeitgeber waren nicht bereit, den Bankangestellten die durchschnittliche Inflationsrate 2011 zu gewähren. Ihr letztes Angebot hieß 1,5 Prozent + 26 Euro. Angesichts einer Inflation von 3,3 Prozent kommt das einem deutlichen Reallohnverlust gleich.
Worum ging es? Die Arbeitgeber waren nicht bereit, den Bankangestellten die durchschnittliche Inflationsrate 2011 zu gewähren. Ihr letztes Angebot hieß 1,5 Prozent + 26 Euro. Angesichts einer Inflation von 3,3 Prozent kommt das einem deutlichen Reallohnverlust gleich.
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In Wien fand ein Sternmarsch statt: Von den Zentralen der Bank Austria, der Raiffeisen Zentralbank (im Bild) und der Bawag PSK zogen die Protestteilnehmer bis zur Erste Bank-Zentrale am Graben.
In Wien fand ein Sternmarsch statt: Von den Zentralen der Bank Austria, der Raiffeisen Zentralbank (im Bild) und der Bawag PSK zogen die Protestteilnehmer bis zur Erste Bank-Zentrale am Graben.
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Ein Raiffeisen-Mitarbeiter, der extra aus Krems angereist war, befürchtete, dass die Bevölkerung wohl wenig Verständnis für die Anliegen der Bankangestellten zeigen werde. Der Protestmarsch könnte sogar gegenteilig wirken.
Ein Raiffeisen-Mitarbeiter, der extra aus Krems angereist war, befürchtete, dass die Bevölkerung wohl wenig Verständnis für die Anliegen der Bankangestellten zeigen werde. Der Protestmarsch könnte sogar gegenteilig wirken.
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Das Problem sei, dass alle in einen Topf geschmissen würden: Einerseits alle Banken mit der ÖVAG und andererseits auch alle Bankangestellten mit den gutverdienenden Vorständen. Die Bankmitarbeiter könnten auch mit den unbeliebten Beamten, die hohe Lohnsteigerungen erreichen konnten, gleichgestellt werden.
Das Problem sei, dass alle in einen Topf geschmissen würden: Einerseits alle Banken mit der ÖVAG und andererseits auch alle Bankangestellten mit den gutverdienenden Vorständen. Die Bankmitarbeiter könnten auch mit den unbeliebten Beamten, die hohe Lohnsteigerungen erreichen konnten, gleichgestellt werden.
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Dabei wolle man nichts weiter, als eine faire Entlohnung, die eben einer Inflationsanpassung entspreche, sagte ein anderer Teilnehmer. Die breite Öffentlichkeit könne dies aber anders sehen.
Dabei wolle man nichts weiter, als eine faire Entlohnung, die eben einer Inflationsanpassung entspreche, sagte ein anderer Teilnehmer. Die breite Öffentlichkeit könne dies aber anders sehen.
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"Die Vorstände verdienen weiterhin gut und kassieren ihre Boni, während man uns nicht einmal eine kleine Gehalterhöhung zugestehen will", beklagte ein weiterer protestierender Bankangestellter.
"Die Vorstände verdienen weiterhin gut und kassieren ihre Boni, während man uns nicht einmal eine kleine Gehalterhöhung zugestehen will", beklagte ein weiterer protestierender Bankangestellter.
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"Nein zum Reallohnverlust". Das war die Kernforderung, die die Mitarbeiter der Banken auf die Straße trieb.
"Nein zum Reallohnverlust". Das war die Kernforderung, die die Mitarbeiter der Banken auf die Straße trieb.
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An der Bankenkrise seien andere schuld, nicht die kleinen Mitarbeiter, so der Tenor der Protestierenden. Eine faire Bezahlung wurde gefordert.
An der Bankenkrise seien andere schuld, nicht die kleinen Mitarbeiter, so der Tenor der Protestierenden. Eine faire Bezahlung wurde gefordert.
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"Ein hoher Abschluss kostet Arbeitsplätze", das wäre die Drohung der Arbeitgeber, sagte Wolfgang Heinzl, der Verhandlungsleiter der Gewerkschaft. Er ließ diese Argumentation nicht gelten. Bereits jetzt käme es zu einem Jobabbau.
"Ein hoher Abschluss kostet Arbeitsplätze", das wäre die Drohung der Arbeitgeber, sagte Wolfgang Heinzl, der Verhandlungsleiter der Gewerkschaft. Er ließ diese Argumentation nicht gelten. Bereits jetzt käme es zu einem Jobabbau.
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Heinzl wehrte sich gegen gängige Vorurteile: "Bankangestellte sind keine Privilegienritter". Er betonte, dass Bankmitarbeiter "keine Supergagen und keine Superboni" erhalten würden.
Heinzl wehrte sich gegen gängige Vorurteile: "Bankangestellte sind keine Privilegienritter". Er betonte, dass Bankmitarbeiter "keine Supergagen und keine Superboni" erhalten würden.
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Sie hätten unter der massiven Teuerung genauso zu leiden wie alle anderen Österreicher auch. "Für sie sind Teigwaren auch um 23 Prozent teurer geworden", sagte er.
Sie hätten unter der massiven Teuerung genauso zu leiden wie alle anderen Österreicher auch. "Für sie sind Teigwaren auch um 23 Prozent teurer geworden", sagte er.
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Gewerkschaftschef Wolfgang Katzian gab sich am Ende der Veranstaltung jedenfalls angriffslustig. "Wir erwarten uns Verhandlungen auf Augenhöhe. Sollte es die nicht geben, werden wir sie erzwingen", schrie er der Menge entgegen und erntete Applaus.
Gewerkschaftschef Wolfgang Katzian gab sich am Ende der Veranstaltung jedenfalls angriffslustig. "Wir erwarten uns Verhandlungen auf Augenhöhe. Sollte es die nicht geben, werden wir sie erzwingen", schrie er der Menge entgegen und erntete Applaus.
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Katzian wies auf die vielen Mitarbeiter am Schalter sowie im täglichen Kundendienst hin. Diese würden an der Krise keine Schuld tragen, sondern hätten in den vergangenen Jahren den Unmut der Kunden ertragen müssen. "Ihr habt die Krise nicht verursacht und ihr werdet sie auch nicht ausbaden", sagte er in Kampfeslaune vor der nächsten Verhandlungsrunde.
Katzian wies auf die vielen Mitarbeiter am Schalter sowie im täglichen Kundendienst hin. Diese würden an der Krise keine Schuld tragen, sondern hätten in den vergangenen Jahren den Unmut der Kunden ertragen müssen. "Ihr habt die Krise nicht verursacht und ihr werdet sie auch nicht ausbaden", sagte er in Kampfeslaune vor der nächsten Verhandlungsrunde.
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