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Estland erlebt größte Streikwelle seit 1991

Die Lehrer fordern um 20 Prozent mehr Gehalt
(c) EPA (Peter Kalvet)
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Die Lehrer fordern bis 2014 um 20 Prozent höhere Löhne. Im Laufe der Woche wollen Zig-Tausende die Arbeit niederlegen.

In Estland findet dieser Tage die vermutlich größte Streikwelle seit der Unabhängigkeit von der Sowjetunion im Jahr 1991 statt. Insgesamt wollen im Lauf der Woche über Zig-Tausende Werktätige vorübergehend die Arbeit niederlegen. Bereits am Montag protestierten nach Angaben der Nachrichtenagentur BNS rund 20.000 Menschen gegen zu niedrige Löhne.

Ausgehen tut der Streik von den Lehrern, die für die kommenden zwei Jahre Lohnerhöhungen in der Höhe von bis zu 20 Prozent fordern. In den vergangenen Wochen schlossen sich nacheinander zahlreiche Gewerkschaften dem für drei Tage geplanten Lehrerstreik an. Dazu zählen die Beschäftigten in der Transportbranche, Matrosen, Ärzte und Angestellte im Gesundheitswesen sowie Eisenbahnpersonal.

Streiks waren in dem in dem EU-Mitgliedsland mit etwas mehr als einer Million Einwohnern bisher eine Seltenheit. Die Rechtsregierung unter Ministerpräsident Andrus Ansip verordnete der Bevölkerung in den vergangenen Jahren einen rigorosen Sparkurs um das ehrgeizige Ziel, den Anfang vergangenes Jahr vollzogenen Beitritt zum Euro, zu erreichen.

(APA/Ag.)