Der in Niederösterreich ansässige Konzern erhält die Konzession für 1339 Spielautomaten im Land.
Wien. Mit der Novellierung des Glücksspielgesetzes wird auch das Automatenspiel auf neue Beine gestellt. Das „kleine Glücksspiel“ an Automaten ist künftig nicht nur in Wien, Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark erlaubt, sondern auch in Oberösterreich. Niederösterreich hat nun als erstes Bundesland nach den neuen Ausschreibungsregeln entschieden: Der Zuschlag für die maximal 1339 Automaten, die in Spielsalons mit zehn bis 50 Geräten betrieben werden können, ergeht allein an die Admiral Casinos & Entertainment AG, eine hundertprozentige Tochter der Novomatic. Dies bestätigte Florian Lier, Sprecher des zuständigen Landesrates Karl Wilfing, der „Presse“.
Die Novomatic hat ihren Konzernsitz im niederösterreichischen Gumpoldskirchen. Da man den am Donnerstag ergangenen Bescheid noch nicht habe, könne man auch keinen Kommentar abgeben, hieß es bei der Novomatic.
Der Gesetzgeber verspricht sich von der Neuausschreibung eine Eindämmung des Automatenwildwuchses und eine bessere Einhaltung und Überwachung der Spielerschutzbestimmungen. Die Zahl der Automaten wird von rund 1800 auf 1339 Automaten gesenkt.
Weil Niederösterreich bis zu drei Konzessionäre für die Automatensalons gesucht hat, aber nur ein Bewerber zum Zug kam, herrscht unter den Verlierern Verärgerung. Sie dürften die Höchstgerichte anrufen. Leer ausgegangen sind der oberösterreichische Automatenhersteller Amatic und die Merkur Entertainment von Frank Stronach und der deutschen Gauselmann-Gruppe. Die Casinos Austria haben ihre Bewerbung zurückgezogen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.03.2012)