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Parkpickerl nun auch für Unternehmer

(c) FABRY Clemens
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Mit Juli haben Wirtschaftstreibende erstmals Anspruch auf ein Parkpickerl am Firmensitz. Brigitte Jank, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, freut sich.

Wien/Stu. Der Streit läuft seit der Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Wien. Die Rede ist von einem Parkpickerl für Unternehmer, die für ihren Bezirk (bis auf wenige Ausnahmen) keinen Anspruch auf ein Parkpickerl haben – meist auch nicht für ihre Firmenautos. Am Freitag wurde der jahrelange Streit beigelegt. Die Details:


•Gleichstellung mit Anrainern.
Mit 1. Juli sind Unternehmer beim Anspruch auf ein Parkpickerl den Anrainern gleichgestellt. Bisher gab es für Betriebe nur in Ausnahmefällen und mit umfangreichen Auflagen ein Parkpickerl. Insgesamt profitieren 45.000 Betriebe.

•Weniger Bürokratie. Für ein Parkpickerl muss ein Unternehmer den Bedarf nachweisen. Das soll nun unbürokratischer als bisher geschehen. Beispielsweise sollen dafür künftig Rechnungen oder Kundenaufträge genügen.

•Parkpickerl für jede Kfz-Art. Wenn Unternehmer in Ausnahmefällen ein Parkpickerl erhielten, galt das nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gewicht. Firmen mit größeren Lkw waren daher chancenlos. Das ändert sich mit Juli. Unternehmer bekommen nun für nahezu jedes Firmenfahrzeug ein Parkpickerl.

•Mehrere Parkpickerl möglich. Ein bisheriger Kritikpunkt der Wirtschaft: Fährt ein Unternehmer von seiner Wohnung zu seiner Firma, bekommt er kein Parkpickerl für den Firmen-Bezirk. Das ändert sich nun. Per Juli haben Unternehmer Anspruch auf zwei Parkpickerl – also für den Wohn- und den Firmensitz. Besitzt der Unternehmer mehrere Firmenstandorte in Wiener Pickerlbezirken, sind bis zu vier Parkpickerl möglich.

Brigitte Jank, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, freut sich: Ohne diese Regelung wären einige Betriebe, die in den künftigen Parkpickerlzonen liegen, ins Wiener Umland abgewandert – womit Arbeitsplätze verloren gegangen wären. Jank wörtlich: „Mit dem neuen Kriterienkatalog werden der Parkraumbewirtschaftung die schärfsten Zähne gezogen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.03.2012)