Fahnen und Brotbeschauer zur Regulierung der Waren

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die Wiener Bezirksmuseen widmen sich in einer Ausstellung der Geschichte der Wiener Märkte.

Wien/Ks. Hoher Markt, Neuer Markt, Bauernmarkt, Fleischmarkt, Getreidemarkt oder Kohlmarkt. Eigentlich muss man gar nicht in die Wiener Bezirksmuseen pilgern, um zu erkennen, dass die Märkte das Stadtbild wesentlich geprägt haben. Schaden kann ein Besuch dennoch nicht, denn anlässlich des Tages der Wiener Bezirksmuseen (18.März) haben sich diese im Form einer Ausstellung und eines Buches mit ebendiesen auseinandergesetzt – und sind dabei auf eine lange Tradition gestoßen.

Seit 1250 etwa gibt es schon eine Marktordnung, deren Einhaltung von Marktaufsehern – und ab 1504 von Marktrichtern, Brotbeschauern und Metzenleihern – kontrolliert wurde. Ab dem Mittelalter regelte eine gehisste Fahne die Marktordnung. Damals durften zuerst die Bürger der Stadt einkaufen, dann die geistlichen Bewohner und anschließend das Hofgesinde. Erst mit der Abnahme der Fahne war der Verkauf für die Allgemeinheit freigegeben.

Mit der Größenordnung des damaligen Marktgeschehens kann die Jetztzeit trotz Wiederbelebung der Wochenmärkte (siehe oben)allerdings nicht mithalten. Vor rund 200 Jahren zählte man allein in der Wiener Innenstadt 70 Märkte mit 600 Hütten. Heute gibt es hingegen 17 fixe Märkte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.03.2012)

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