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Post AG macht 124 Millionen Euro Gewinn

Post stempelt 2011 erfolgreich
(c) APA (Robert Jäger)
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Die teilstaatliche Post AG erhöht die Dividende auf 1,70 Euro. Post-Chef Pölzl spricht von einem "sehr zufriedenstellenden" Jahr 2011.

Die teilstaatliche Österreichische Post AG blickt zufrieden auf das Jahr 2011 zurück und schickt den Aktionären einen Dividendenvorschlag von 1,70 Euro, ein Plus von 6,3 Prozent. Im Vorjahr konnte das Unternehmen das Periodenergebnis um 4,6 Prozent auf 123,8 Millionen Euro steigern. Der Umsatz (auf vergleichbarer Basis, wie die Post betont) ist um 4,2 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro angestiegen. Für 2012 sieht Postchef Georg Pölzl das Unternehmen auf "Wachstumsziel".

"Das Geschäftsjahr 2011 ist für die Österreichische Post sehr zufriedenstellend verlaufen", sagte Pölzl am Donnerstag. Zuwächse konnten sowohl in der Division Paket & Logistik (+5,6 Prozent) als auch in der Division Brief (+4,4 Prozent) erzielt werden. Für das Jahr 2012 wird "auf vergleichbarer Basis eine stabile bis leicht positive Entwicklung des Konzernumsatzes erwartet". Zielbandbreite bleibe eine EBITDA-Marge von 10-12 Prozent.

Umsatz der Filialen sinkt

Im Filialnetz gab es ein Minus von drei Prozent auf 153,1 Millionen Euro Umsatz, das Ebit legte aber um 42 Prozent zu. "In den vergangenen zwölf Monaten wurde die Anzahl der Post Partner von 1117 auf 1258 per Ende 2011 weiter erhöht. Diese Veränderung hatte ebenso Auswirkungen auf die Umsatz- und Kostenstruktur wie die neu gestaltete Partnerschaft mit Bawag P.S.K., in deren Rahmen Umsätze aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft seit 1. Jänner 2011 einer neuen kostenbasierten Vergütungslogik unterliegen", so die Post.

Gesunken ist der Personalaufwand (minus 28 Millionen Euro auf 1,02 Milliarden Euro). Der Personalabbau soll wie im Vorjahr heuer weitergehen, somit werden rund 700 bis 800 Mitarbeiter die Post verlassen. Bisher sind 330 Postler zum Bund gegangen. "Diese operativen Einsparungen ergaben sich durch die Ausnutzung der Fluktuation im Unternehmen - auf vergleichbarer Basis reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand auf 23.369 Mitarbeiter", teilte Pölzl mit.

"Feuerwerk an Innovationen" für 2012

Pölzl ergänzte, dass die Aktie der dividendenstärkste Titel an der Wiener Börse ist. Mehr Geld gibt es daher auch für die Mitarbeiter, für sie wird die Ebit-Prämie mit 725 Euro pro Mitarbeiter "deutlich höher" ausfallen.

"Wir werden weiterhin Kostensenkungen durchführen, aber auch investieren", sagte Pölzl zum Ausblick 2012. Und er versprach ein "Feuerwerk an Innovationen". So präsentierte er die Post-Empfangsbox, in der der Postler im Haus Pakete hinterlegen kann, wenn er den Empfänger nicht antrifft. Der Gang mit dem Gelben Zettel zum Postamt entfällt damit. Die Boxen kosten zwischen 169 und 269 Euro und werden in drei Größen angeboten (nähere Infos unter www.post.at). Eingeschriebene Briefe können nicht hinterlegt werden.

(APA)