Platin hat Gold überholt

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Symbolbild(c) REUTERS (YURIKO NAKAO)
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Erstmals seit September kostete Platin diese Woche wieder mehr als Gold. Ein Grund sind die zuletzt verbesserten Konjunkturaussichten. Ein anderer, dass Schmuckhändler vermehrt auf Platin zurückgegriffen haben.

Wien/b. l./Reuters. Der wachsende Konjunkturoptimismus und die Schwäche des Goldpreises haben dazu geführt, dass eine Feinunze (31,1 Gramm) Platin seit einigen Tagen wieder mehr kostet als eine Feinunze Gold. Am Freitagnachmittag betrug der Goldpreis 1654,6 Dollar (1257 Euro), der Platinpreis lag bei 1678,8 Dollar.

Das ist eigentlich der Normalfall. Im vergangenen August schoss aber der Goldpreis hoch und holte den Platinpreis fast ein. Im September stürzten beide ab, der Platinpreis fiel aber tiefer.

Ursache waren die damals großen Konjunktur-Ängste: Platin findet vor allem in der Autoindustrie Verwendung (etwa bei Katalysatoren). Schwächelt die Konjunktur, erwischt es den Platinpreis schlimmer als den Goldpreis. Gold wird zwar auch in der Industrie verwendet, vor allem fungiert es aber als Ersatzwährung.

Nun hat der Platinpreis wieder aufgeholt. Ein Grund sind die zuletzt verbesserten Konjunkturaussichten. Einen anderen sehen Analysten der Commerzbank darin, dass Schmuckhändler aufgrund des Preisvorteils in den vergangenen Monaten vermehrt auf Platin zurückgegriffen und somit Gold substituiert haben.

Zudem hätten Zuflüsse in Platin-ETFs den Preis gestützt. ETFs sind börsengehandelte Fonds, die einen Index oder einen Rohstoffpreis abbilden und ohne Manager auskommen.

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