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IWF warnt vor Öl-Preisschock bei Exportstopp Irans

Exportstopp von Irans Rohöl konnte Preisschock auslösen
(c) REUTERS (Bazuki Muhammad)
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IWF-Chefin Lagarde rechnet mit ernsthaften Folgen für Weltwirtschaft, wenn der Preis für Rohöl plötzlich 20 bis 30 Prozent ansteigen würde.

Eine Unterbrechung der iranischen Öllieferungen könnte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einem Anstieg des Rohölpreises um 20 bis 30 Prozent führen. Ein "plötzlicher und brutaler Anstieg des Ölpreises" könne "ernsthafte Konsequenzen" für die Weltwirtschaft haben, warnte IWF-Chefin Christine Lagarde am Dienstag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Komme es zu einem größeren Engpass bei den iranischen Ölexporten, werde dies die Preise "sicherlich für eine Weile in die Höhe treiben", bis andere Länder die Versorgungslücke geschlossen hätten.

Im Atomstreit mit dem Iran hatte die EU im Jänner ein Ölembargo beschlossen, das schrittweise bis zum 1. Juli in Kraft treten soll. Daraufhin kündigte Teheran seinerseits einen Ausfuhrstopp an. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück und beharrt auf seinem Recht zur Nutzung der Atomenergie.

(APA/Ag.)