Kapital soll von 5,45 auf 18 Millionen Euro mehr als verdreifacht werden. Danach erfolgt ein Aktiensplit im Verhältnis 1 : 2.
Die Porr-Tochter UBM Realitätenentwicklung AG steht kurz vor einer massiven Kapitalaufstockung und einem Aktiensplit im Verhältnis 1 : 2. Von derzeit 5,45 auf 18 Millionen Euro soll das Grundkapital mehr als verdreifacht werden. Über das Vorhaben wird auf der Hauptversammlung am 4. Mai abgestimmt.
„Die Kapitalerhöhung findet ausschließlich durch Gesellschaftsmittel statt – der Aktionär muss nichts einzahlen“, so Unternehmenssprecher Roman Rusy. Gewinnrücklagen, die in den vergangenen Jahren angesammelt wurden, sollen ins Eigenkapital übertragen werden. Ein höheres Grundkapital sei ein positives Signal an die Banken. "Die deutschen Banken sehen es sehr gerne, wenn gefestigtes Grundkapital vorliegt", sagte Finanzvorstand Heribert Smole anlässlich einer Pressekonferenz.
Im Zuge des Aktiensplits soll die Zahl der Anteilsscheine von drei auf sechs Millionen erhöht werden. Der Streubesitz der UBM ist mit 12,58 Prozent relativ gering. Größter Anteilseigner ist der Baukonzern Porr mit 41,33 Prozent, gefolgt von der CA Immo mit 25 Prozent.
Im abgelaufenen Jahr senkte die UBM ihre Schuldenquote eigenen Angaben zufolge von über 200 Prozent auf rund 170 Prozent. Heuer sei eine weitere, aber nicht näher bezifferte Verringerung geplant. Die langfristigen Verbindlichkeiten sanken laut Geschäftsbericht
gegenüber 2010 von 64 Millionen auf 53,3 Millionen Euro, die kurzfristigen erhöhten sich aber um 11,1 Millionen auf 22,3 Millionen Euro. Stabil wurde das Eigenkapital mit 24,4, Millionen Euro gehalten (2010: 24,9 Millionen Euro). Die liquiden Mittel erhöhten sich per Ende Dezember 2011 im Jahresabstand von 46,7 auf 67 Millionen Euro. (APA/red.)