Schlechte Firmen müssen scheitern

Die abgelehnte Transfergesellschaft für deutsche Schlecker-Mitarbeiter hätte laut Ökonomen vor allem für den Insolvenzverwalter Vorteile gehabt, der die Firma verkaufen will.

Die abgelehnte Transfergesellschaft für deutsche Schlecker-Mitarbeiter hätte laut Ökonomen vor allem für den Insolvenzverwalter Vorteile gehabt, der die Firma verkaufen will. Die betroffenen Mitarbeiter steigen finanziell mit einer Abfertigung und dem regulären Arbeitslosengeld sogar besser aus, so die Rechnung der Wirtschaftsforscher.

Es ist daher richtig, dass kein Geld des Steuerzahlers in die Hand genommen wurde, um Schlecker als integriertes System irgendwie zu erhalten. Denn nur wenn Geschäftsmodelle auch scheitern dürfen, kann sich die Wirtschaft weiterentwickeln. Sonst würden wir noch heute mit Pferdefuhrwerken und Dampfloks unterwegs sein.

Warum dann hierzulande Kommunalkredit oder Hypo Alpe Adria gerettet wurden? Gute Frage.

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.03.2012)

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