Schlecker: Schwierige Käufersuche

Schlecker
Schlecker(c) EPA (Oliver Berg)
  • Drucken

Laut „Spiegel“ soll sich nur ein Investor die Drogeriekette genauer angesehen haben.

Frankfurt/Reuters. Für die insolvente deutsche Drogeriekette Schlecker soll es nach einem „Spiegel“-Bericht nur einen ernsthaften Interessenten geben. Es habe sich lediglich ein Investor das Unternehmen genauer angesehen, berichtet das Magazin unter Berufung auf Gläubigerkreise. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bestreitet dies. „Wir haben eine ganze Reihe von Interessenten gefunden, mit denen wir in den nächsten Wochen sprechen werden“, so der Sprecher. Bis Freitag mussten unverbindliche Offerte eingereicht werden.

Geiwitz will drei bis fünf Bieter auswählen, mit denen er ernsthafte Verhandlungen führt. Die insolvente Kette mit ihren 3200 Filialen soll möglichst bis Pfingsten verkauft sein.

Laut „Spiegel“ überlegen außerdem die beiden Kinder des gescheiterten Schlecker-Gründers Anton Schlecker, Meike und Lars Schlecker, das Unternehmen mithilfe eines Investors selbst zurückzukaufen – auch wenn Geiwitz eine solche Lösung bisher abgelehnt habe.

Schlecker-Österreich mit 3000 Beschäftigten und 930 Filialen befindet sich dagegen nicht in der Insolvenz. „Die Jobs sind im Prinzip relativ sicher, weil wir hier kein Schließungsprogramm haben“, sagt Österreich-Prokurist Helmut Kampenhuber.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.04.2012)


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.