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Deutsche Ministerin wirbt um junge arbeitslose Griechen

CDU-Arbeitsministerin von der Leyen will Talente aus Krisenländern wie Spanien oder Griechenland nach Deutschland lotsen.

Die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sorgt mit einem ungewöhnlichen Vorschlag zur Bekämpfung der Krise für Aufsehen: Sie will junge arbeitslose Menschen aus Krisenländern nach Deutschland lotsen. Die florierende deutsche Wirtschaft soll damit beim Abbau der Rekord-Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien helfen.

"Alleine in Deutschland sind mehr als eine Million offene Stellen gemeldet und der Bedarf an Fachkräften wird schon wegen der schrumpfenden Bevölkerung weiter ansteigen", sagte von der Leyen der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Sie kündigte an, über ihr Ministerium Initiativen fördern zu wollen, "die talentierte junge Menschen aus Nachbarländern mit hoher Arbeitslosigkeit nach Deutschland lotsen". Die Betriebe hierzulande profitierten davon, und die jungen Leute aus Spanien oder Griechenland könnten endlich ins Arbeitsleben starten. "Wenn sie eines Tages zurückgehen, werden sie die besten Botschafter für Deutschland in Europa sein."

Die Jugendarbeitslosigkeit liege - so die Ministerin - in Deutschland und Österreich mit etwa 8 Prozent auf "historischen Tiefstständen", in Spanien und Griechenland dagegen bei 50 Prozent. "Seit Jahren zählen wir mehr offene Lehrstellen als unversorgte Bewerber." Selbst Kandidaten mit schlechteren Noten hätten deutlich bessere Chancen als früher.

(Ag.)