Wiener Börse in der Früh: ATX startet schwach

Belastend wirkten sich zum Start der verkürzten Handelswoche negativ aufgenommene Wirtschaftsdaten aus, die die Indizes in ganz Europa tiefer tendieren ließen.

Nach einem leichteren Start ist die Wiener Börse am Dienstag im Frühhandel tiefer in die Verlustzone gerutscht. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr bei hohem Anfangsvolumen mit 2.031,19 Punkten nach 2.059,73 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 28,54 Punkten bzw. 1,39 Prozent.

Belastend wirkten sich zum Start der verkürzten Handelswoche negativ aufgenommene Wirtschaftsdaten aus, die die Indizes in ganz Europa tiefer tendieren ließen. In den USA hatte der am Karfreitag veröffentlichte große Arbeitsmarktbericht der Regierung mit einem schwächer als erwarteten Stellenaufbau im März enttäuscht.

Auch waren die chinesischen Importe im Vormonat weniger stark gewachsen als im Vorfeld prognostiziert, was Wachstumssorgen um die Volksrepublik neue Nahrung bot. Dass die Bank of Japan - wie zuvor bereits die US-Notenbank Fed - einer weiteren geldpolitischen Lockerung eine Absage erteilte, trübte die Stimmung an den Märkten zusätzlich ein.

Ein europäischer Branchenvergleich wies die konjunktursensiblen Banken- und Rohstofftitel am unteren Ende der Sektorentafel aus. Im Einklang damit gaben in Wien Erste Group und Raiffeisen Bank International (RBI) um 2,87 Prozent auf 15,38 Euro bzw. um 2,32 Prozent auf 22,71 Euro nach, im heimischen Rohstoffbereich sackten voestalpine um 1,57 Prozent auf 23,44 Euro ab. Die Öl- und Gasaktie OMV lag 0,86 Prozent im Minus bei 25,25 Euro.

Gefragt war gegen den Trend das Papier des Hotelbetreibers und Immobilienentwicklers Warimpex, das mit einem Plus von 2,15 Prozent auf 1,05 Euro die Kursliste im prime market anführte. Unter den übrigen Immowerten herrschten indes Verluste vor; die schwergewichtigen Immofinanz verbilligten sich um 0,77 Prozent auf 2,58 Euro, CA Immo Anlagen und s Immo rutschten 2,31 Prozent auf 8,41 Euro bzw. 2,86 Prozent auf 4,31 Euro ab.

Der ATX Prime notierte bei 1.011,36 Zählern und damit um 1,29 Prozent oder 13,17 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich fünf Titel mit höheren Kursen, 32 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.426.476 (Vortag: 400.095) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 30,511 (12,06) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

(APA)

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