Ukraine: AKW-Reaktor nach Zwischenfall abgeschaltet

Symbolbild: Radioaktivität
(c) EPA (Sergey Dolzhenko)

In der Anlage im Süden des Landes wurde eine Hochspannungsleitung durch einen Transformator-Ausfall unterbrochen. Radioaktivität trat offenbar nicht aus.

In einem ukrainischen Atomkraftwerk hat es in der Nacht auf Dienstag einen Zwischenfall gegeben. Ein Reaktor der Anlage in der Stadt Juschnoukrainsk im Süden des Landes wurde vom Netz genommen, nachdem eine Hochspannungsleitung durch den Ausfall eines Transformators unterbrochen wurde. Das teilte das Katastrophenschutzministerium in Kiew mit. Austritt von Radioaktivität sei nicht festgestellt worden.

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS besteht das AKW in Juschnoukrainsk aus drei Reaktoren, die im Jahr 1980 in Betrieb genommen wurden.

Zu Sowjetzeiten hatte sich im Norden der Ukraine die bis dahin schwerste Atomkatastrophe ereignet, als im April 1986 infolge eines außer Kontrolle geratenen Sicherheitstests ein Reaktor im Kraftwerk Tschernobyl explodierte. Radioaktive Strahlung zog daraufhin über einen großen Teil Europas hinweg.

(APA)