Der tschechische Investor Penta hat sich aus dem Bieterprozess zurückgezogen. Er zählte zu den drei Favoriten des Insolvenzverwalters.
Der tschechische Finanzinvestor Penta zieht sich nach einer eingehenden Unternehmensprüfung aus dem Bieterprozess um die zusammengebrochene Drogeriekette Schlecker zurück. "Wir werden keine bindende Offerte abgeben", so ein Penta-Sprecher. Über die Gründe für den Rückzieher wolle er nicht sprechen, um den weiteren Verkaufsprozess nicht zu stören. Penta hatte zu den drei Favoriten von Insolvenzverwalter Geiwitz gehört. Der Insolvenzverwalter der zusammengebrochenen Drogeriekette Schlecker hat gelassen auf den Rückzug des Kaufinteressenten Penta reagiert. "Es ist völlig normal, dass aus einem Bieterprozess ein Investor ausscheidet", sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Freitag.
Vor der Absage aus Prag hatte er von einem halben Dutzend ernsthafter Offerte gesprochen. Drei Anwärter - darunter Penta - durften seit Anfang des Monats das Unternehmen der Reihe nach unter die Lupe nehmen. Ob der Düsseldorfer Investor Droege überhaupt noch zu den letzten fünf Bietern gehört, ist unklar. Medienberichten zufolge ist er aus dem Rennen. Eine Sprecherin sagte aber, Droege habe von Geiwitz noch keine Absage erhalten. Auch der US-Finanzinvestor Oaktree war in Medienberichten als Bieter genannt worden. Geiwitz will bis Pfingsten einen Käufer für Schlecker gefunden haben.
Parallel zu Schlecker versucht Geiwitz' Kanzleipartner Werner Schneider, die mit in die Insolvenz gerissene Tochterfirma Ihr Platz zu verkaufen. Er machte in Frankfurt deutlich, dass die Verhandlungen über Ihr Platz getrennt von Schlecker geführt werden. "Umso besser, wenn ein Investor Interesse an beiden hätte", fügte Schneider hinzu.
(APA)