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China und Russland starten gemeinsames Seemanöver

Ein russisches Schif
Ein russisches Kriegsschiff im chinesischen Haffen von Qingdao (c) AP (Zha Chunming)
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Der Territorialstreit im Südchinesischen Meer verschärft sich. Auch die USA sind im Übungseinsatz. Peking warnt vor einer "bewaffneten Konfrontation".

China und Russland haben am Sonntag erstmals ein gemeinsames Marine-Manöver begonnen. Die Militärübung soll insgesamt sechs Tage dauern und findet vor der Ostküste der Volksrepublik im Gelben Meer statt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Es handelt sich nach offiziellen Angaben um die erste gemeinsame Übung von Marinestreitkräften beider Länder. Den Angaben zufolge nehmen von chinesischer Seite 16 Marineschiffe und zwei U-Boote teil, Russland schickt vier Kriegsschiffe.

Das Manöver erfolgt in Zeiten wachsender Spannungen zwischen China und seinen asiatischen Nachbarn. Unter anderem streitet sich Peking mit Japan über mehrere Inseln, Territorialstreit gibt es auch mit den Philippinen und Vietnam. Es geht dabei auch um reiche Öl- und Gasvorkommen, die im Südchinesischen Meer vermutet werden.

Warnung vor "militärischer Konfrontation"

Dass die US-Marine derzeit ein gemeinsames Seemanöver mit den Philippinen durchführt, sorgt für weitere Spannungen. In ungewöhnlich scharfer Form warnte China vor einer bewaffneten Konfrontation im Südchinesischen Meer. Das Seemanöver der USA trage massiv zu einer Verschärfung der Lage in der Region bei, war am Samstag in einem Kommentar in der offiziellen Zeitung der chinesischen Volksbefreiungsarmee zu lesen. Dies werde "unvermeidlich Einfluss auf den Frieden und die Stabilität in der Region haben".

Die USA haben das Manöver dagegen als routinemäßige Übung ohne jeden Zusammenhang mit der politischen Lage in der Region bezeichnet und beteuert, der Schwerpunkt der Übung liege im Katastrophenschutz und der zivilen Rettung.

Unterdessen berichteten taiwanesische Medien, die Regierung in Taipeh wolle vier gebrauchte US-Fregatten kaufen. Der Ausbau der taiwanesischen Streitkräfte führt regelmäßig zu Spannungen mit China.

(Ag.)