Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon will die Demokratisierung in dem Land würdigen und die Regimegegnerin Aung San Suu Kyi treffen.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon will noch in dieser Woche nach Burma reisen. Er habe die Einladung von Präsident Thein Sein angenommen, sagte Ban in der Nacht auf Dienstag in New York. Der Koreaner will auch Regimegegnerin Aung San Suu Kyi treffen.
Die Friedensnobelpreisträgerin war bei der Wahl am 1. April ins Parlament gewählt worden, hatte sich aber geweigert, ihren Eid als Parlamentarierin abzulegen. Als Grund gab die 66-Jährige an, sie könne keiner Verfassung Treue schwören, die sie als undemokratisch betrachte.
Ban war bereits 2008 und 2009 in Burma. Mit seinem jetzigen Besuch wolle er die Demokratisierung würdigen, sagte er. Er begrüßte die Entscheidung der Europäischen Union, ihre Sanktionen auszusetzen, weil so die demokratischen Kräfte unterstützt würden. Burma litt ein halbes Jahrhundert unter autoritären Regierungen. Einer von Bans Amtsvorgängern, der dritte UN-Generalsekretär U Thant, war selbst aus Burma und hatte mit dem damaligen Regime in Konflikt gelegen.
(Ag.)