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Boku lässt von Studenten besetztes Feld räumen

Boku laesst Studenten besetztes
(c) FABRY Clemens
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Aktivisten wollten in Wien-Floridsdorf gegen die Bebauung eines Versuchsfeldes protestieren. Die Boku haftet als Mieterin, deshalb sei eine Räumung notwendig gewesen.

Seit 17. April haben Studenten der Uni für Bodenkultur (Boku) ein rund drei Hektar großes Versuchsfeld ihrer Universität in Wien-Floridsdorf besetzt, weil dieses nach Befürchtung der Aktivisten mit einer Wohnanlage verbaut werden soll. Am Donnerstagvormittag hat die Boku den von der Gruppe "SoLiLa - Solidarisch Landwirtschaften in Jedlersdorf" besetzten Teil des insgesamt 20 Hektar großen Versuchsfeldes von einer Sicherheitsfirma räumen lassen.

Die Räumung des derzeit nicht genutzten Feldes sei notwendig gewesen, weil die Boku als Mieterin für alles, was dort passiere, haftet. Dabei sei allerdings - entgegen den in einer Aussendung erhobenen Anschuldigungen von Aktivisten - keine Gewalt gegen die Besetzer angewandt worden, betont eine Boku-Sprecherin. Das seit 1957 von der Boku genutzte Feld soll nun für neue Forschungsprojekte verwendet werden.

Die Befürchtung, die Fläche könnte verbaut werden, ist aus Sicht der Uni derzeit unbegründet: Es gebe einen aufrechten Mietvertrag mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und es sei, solange das Feld wie bisher immer wieder für Forschung genutzt werde, nicht an eine Kündigung gedacht. Auch in der BIG verweist man gegenüber der APA auf einen aufrechten Mietvertrag mit der Boku.

Die Besetzer fordern eine kollektive Nutzung der Fläche für Gemeinschaftsgärten, als Raum für Wissensaustausch und alternative Bildung. Sie hatten in den vergangenen Tagen laut eigenen Angaben damit begonnen, eine "nachhaltige und solidarische Stadtlandwirtschaft" aufzubauen. Morgen, Freitag, wollen die Aktivisten bei einer Pressekonferenz am Feld (Gerasdorfer Straße 105) ihre Forderungen und weiteren Pläne bekanntgeben.

(APA)