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Strache: "Wir sollen nicht zu EU-Sekte degenerieren"

Strache stellt Führungsanspruch
(c) dapd (Rudolf Brandstaetter)
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Der FPÖ-Chef träumt von einer Zukunft als "Kanzler der Herzen". Beim Urfahraner Jahrmarkt in Linz rührte er die Werbetrommel für eine Direkte-Demokratie-Offensive.

Die FPÖ beging den 1. Mai in Linz, wo derzeit der Urfahraner Jahrmarkt stattfindet. Im Europabierstadl schwor Bundesparteichef Heinz-Christian Strache seine Anhänger gut eineinhalb Stunden lang auf die blaue Offensive "Direkte Demokratie sofort: Dem Volk sein Recht" ein. Strache stellte erneut den Führungsanspruch: "Ja, ich will ein Kanzler der Herzen für alle Österreicher sein." Er strebt mittlerweile 33,4 Prozent und damit eine Verfassungssperrminorität an.

Als Strache mit zehn Minuten Verspätung durch eine "Rettungsgasse" einzog, wurde er mit Standing Ovations und jeder Menge rot-weiß-roter Fahnen empfangen. Er verlangte, dass künftig ein Volksbegehren mit "mehr als 250.000 Unterstützungserklärungen" automatisch zu einer Volksabstimmung führen müsse, deren Ergebnis dann verbindlich umzusetzen sei. "Das bedeutet, dass das Recht vom Volk ausgeht."

Strache: "Bei Wahl gegen 40 Prozent gehen"

Strache kritisierte den "rot-schwarzen Stillstand" und forderte u.a. eine Verwaltungsreform, eine Gesundheitsreform, Investitionen statt Experimenten im Schulwesen, Steuerentlastungen für Mehr-Kind-Familien und eine strengere Zuwanderungspolitik. Er wünsche sich ein selbstbestimmtes Österreich. "Ich will nicht, dass wir zu einer EU-Sekte degenerieren." Statt "ständig auf den Knien vor der EU herumzurutschen", sollte sich das Land auf die Hinterfüße stellen.

Es brauche eine "demokratische Revolution", so Strache. Es sei "nicht gottgewollt", die FPÖ ausgegrenzt werde. Die Regierungskoalition sei "rücktrittsreif". Die ÖVP spiele keine Rolle mehr. Bei den nächsten Nationalratswahlen erwartet der Parteichef ein Duell zwischen sich und SP-Bundeskanzler Werner Faymann. Strache legte sich die Latte dabei hoch: Wenn es so weitergehe, werde die FPÖ nicht nur die stärkste Partei werden, sondern "einmal auch gegen 40 Prozent gehen".

 

(APA)