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Graz: Über tausend Menschen beim "anderen SPÖ-Fest"

Grazer SPÖ brachte über tausend Menschen auf Schloßberg
(c) APA/MARKUS LEODOLTER (Markus Leodolter)
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Die Sozialdemokraten probten neue Art der Maifeier. Für Parteichefin Schröck gibt es nur durch Veränderung neue Chancen.

Die Grazer Sozialdemokraten probten unter ihrer Parteichefin Martina Schröck am Dienstag eine neue Art von 1. Mai-Feier: Statt des Marsches durch die Innenstadt wurde ein Fest am Schloßberg veranstaltet, mit dem Auftakt "Zukunftsfrühstück" im Schloßbergrestaurant und anschließendem Marsch vom Uhrturm zu den Ansprachen von Schröck und LH Franz Voves in den Kasematten. Etwas über tausend Menschen ließen sich bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zum Kommen motivieren: Schröck beschwor den Umstand, dass es "Chance nur durch Veränderungen gibt", Voves lobte den "von der Martina eingeschlagenen Weg der Öffnung der Partei".

Schröck erklärte, es sei die Sozialdemokratie gewesen, die Welt verändert und verbessert habe. "Veränderung mache dem Menschen oft Angst, aber die Veränderung ergibt auch neue Chancen". Dann definierte die junge Stadtparteichefin den Begriff Leistungsträger für ihre Partei: "Leistungsträger sind jene Väter und Mütter, die Tag für Tag Arbeit und Familie unter einen Hut bringen, jene, die ehrenamtlich neben ihrer Arbeit tätig sind; jene, die mehrere Jobs nebeneinander haben müssen, weil sie mit einem nicht ihren Lebensunterhalt verdienen können, das sind auch die Selbstständigen in den Einpersonenunternehmen, und auch die, die ausgebrannt sind und trotzdem weiter arbeiten gehen - hinter ihnen steht die Sozialdemokratie."

Voves lobt Weg der Öffnung

Landesparteichef Voves sagte u.a., gerade in einer sich verändernden Gesellschaft seien "sozialdemokratische Werte, Verteilungsgerechtigkeit wichtiger denn je". An diesen Grundwerten werde sich nichts ändern, ändern müsse sich etwas am Zugehen auf die Menschen. Voves lobte in diesem Sinne "den von Schröck eingeschlagenen Weg der Öffnung der SPÖ". Die Partei müsse die Menschen z. B. über Plattformen einbinden und dann aber auch den Mut haben, ihnen Mandate und Funktionen zu geben.

Der VSStÖ war unter anderen mit einem Plakat auf den Schloßberg zum Uhrturm zum Sammelpunkt marschiert, das auch als Frage an die eigene Partei verstanden worden konnte: "Wo sind hier die Grundwerte?" Ein altgedienter Mandatar und Gewerkschafter machte die Zäsur in den Mai-Aufmärschen daran fest, als der Startpunkt am Hauptbahnhof gestrichen worden sei - von da weg sei es immer weniger geworden. "Aber vielleicht ist das hier ja eine Möglichkeit zum Neuanfang."

 

(APA)