Die Erfolgsserie der neuen Partei hat sich in Schleswig-Holstein fortgesetzt.
Die Piraten haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt und den Sprung ins dritte Landesparlament geschafft: Sie stellen im neuen Landtag von Schleswig-Holstein künftig voraussichtlich sechs Abgeordnete. Mit ihrem 23-jährigen Spitzenkandidaten Torge Schmidt erzielte die Partei am Sonntag ersten Hochrechnungen zufolge über acht Prozent. Den Nord-Piraten, die im Vorfeld deutlich niedriger gehandelt worden waren, gelang damit der dritte Coup nach den Wahlen in Berlin im September 2011 und im Saarland im März diesen Jahres.
In Berlin hatten die Piraten 8,9 Prozent der Stimmen erzielt und stellen seitdem 15 Parlamentarier im Abgeordnetenhaus. In Saarland erreichten sie 7,4 Prozent und sind im dortigen Landtag mit vier Abgeordneten vertreten. Bereits am nächsten Sonntag können sie in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich den vierten Wahlerfolg binnen acht Monaten feiern: die Umfragen sagen ihnen im bevölkerungsreichsten Bundesland etwa acht Prozent voraus. Auf Bundesebene liegen die Werte für die Piraten sogar zwischen neun und zwölf Prozent.
Der neue Piraten-Bundesvorsitzende Bernd Schlömer sagte, seine Partei profitiere von allen Wählergruppen, insbesondere aber von bisherigen Nicht- und Neuwählern. Nach einer Analyse von Infratest dimap für die ARD vom Sonntag wanderten in Schleswig-Holstein 14.000 bisherige CDU-Wähler zu den Piraten. Von FDP und Grünen wechselten jeweils 12.000 Wähler zu den Polit-Neulingen, aus dem Lager der SPD-Wähler schöpften die Piraten 11.000 Wähler ab, ebenfalls 11.000 gewannen sie aus der Gruppe der bisherigen Nichtwähler.
(Ag.)