Die neue Emission des Baukonzerns Strabag richtet sich nicht nur an institutionelle Investoren, sondern auch an Privatanleger. Sie ist kein schlechtes Angebot – vorausgesetzt, man behält das Papier bis 2019.
Wien/Weber. Am Dienstag endet die Zeichnungsfrist für die neue Anleihe des Baukonzerns Strabag. Bald darauf sollte das Papier aber auch an der Wiener Börse zu kaufen sein. Igor Kovacic, Anleihenexperte bei Raiffeisen Research, erwartet nicht, dass sich der Kurs zu Beginn allzu viel bewegen wird.
Der Ausgabekurs der Anleihe liegt bei 101,45 Prozent. Zusammen mit dem Kupon von 4,25 Prozent ergibt das über die Laufzeit von sieben Jahren eine Rendite von 4,01 Prozent. Mit einer Stückelung von 1000 Euro richtet sich das Papier auch an Privatanleger und nicht nur an institutionelle Investoren. Rückzahlungstermin ist der 10. Mai 2019.
Mit der Rendite liegt die Anleihe zwar nicht gerade im Spitzenfeld: Der Durchschnitt von 80 viel gehandelten, europäischen Unternehmensanleihen mit demselben Rating (BBB- bei Standard & Poor's) liegt laut Kovacic bei 4,6 Prozent. Allerdings gibt es eine relativ große Bandbreite. Im historischen Vergleich befinden sich die Zinsen auf einem Tiefstand, denn Unternehmensanleihen sind mittlerweile zu einer beliebten Alternative zu Staatsanleihen geworden.
Mit BBB– und stabilem Ausblick wird der Baukonzern von der Ratingagentur als solides Unternehmen eingeschätzt. Dass die Strabag in den nächsten sieben Jahren pleitegeht – in welchem Fall man als Anleger seinen Einsatz verlieren würde – ist zwar möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Die Erste Bank bescheinigt der Strabag auf Basis der jüngsten Jahreszahlen eine „solide Kapitalstruktur und ausbalancierte Verschuldungsstruktur“.
Attraktiv ist die Anleihe vor allem für jene, die das Papier bis zum Laufzeitende halten können. In diesem Fall kann man die Kursschwankungen nämlich getrost außer Acht lassen.