Griechenland-Krise drückt Goldpreis auf Viermonatstief

Goldpreis sinkt auf tiefsten Wert seit Jahresbeginn
Goldpreis sinkt auf tiefsten Wert seit Jahresbeginn(c) REUTERS (Ajay Verma)
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Der Preis für eine Feinunze sank unter 1600 Dollar. Anlagen in Gold werden liquidiert, um Verluste bei Aktien auszugleichen, erklären Experten das Tief.

An den Finanzmärkten steht der Goldpreis massiv unter Druck. Am Mittwoch sank der Preis für eine Feinunze (rund 31 Gramm) auf bis zu 1584,10 Dollar (1216,2 Euro). Das ist der tiefste Stand seit Anfang Jänner. Bereits am späten Dienstagabend war der Goldpreis erstmals seit vier Monaten unter die Marke von 1600 Dollar gerutscht. Die Sorge um Euroland und die Krise in Griechenland schlägt auf die vermeintlich krisensichere Anlage durch. Darüber hinaus geraten die Banken der viertgrößten Euro-Wirtschaft Spanien zusehends unter Druck.

Dennoch kommt die Entwicklung überraschend, gilt doch Gold normalerweise als krisensichere Anlage. In den letzten Monaten hat der Wind aber gedreht. Experten begründen diese Entwicklung zum einen damit, dass viele Anleger Verluste in anderen Anlageklassen durch den Verkauf von Gold ausgleichen wollen, was die Goldpreise unter Druck setzt. Zum anderen scheint der Bedarf an sehr kurzfristig verfügbaren Vermögenstiteln aktuell sehr groß zu sein - auch ein Resultat der großen Unsicherheit.

Den jüngsten Kursrutsch begründen die Rohstoffexperten der Commerzbank zum einen mit dem aktuell festeren Dollar. Dies belastet die Nachfrage nach Gold, das in der US-Währung gehandelt wird. Zum anderen hatten die Ölpreise in den vergangenen Tagen stark um rund zehn Dollar nachgegeben, was Inflationsängste dämpft. Gold gilt auch als Inflationsschutz.

(APA/Ag.)

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