Der Rückkauf von Hybridanleihen bescherte der Bank Austria im ersten Quartal einen Sondergewinn in Höhe von 124 Mio. Euro. Der Nettogewinn liegt bei 399 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung von 17 Prozent.
Wien/APA. Die Zahlen für die ersten drei Monate in diesem Jahr stimmen bei der Bank Austria und ihrer Mutter, der UniCredit, deren unerwarteter Gewinnsprung die Märkte durchaus überrascht hat. Doch hinter diesen guten Zahlen stehen Sondereffekte. Die Bank Austria etwa hat im ersten Quartal Sondergewinne in Höhe von 124 Mio. Euro aus dem Rückkauf von Hybridanleihen lukriert – ebenso die UniCredit. Am Donnerstag vermeldete die Bank Austria für das erste Quartal einen Nettogewinn von 399 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 17 Prozent.
Die Konzernmutter in Mailand erzielte einen Quartalsgewinn von 914 Mio. Euro. Das sind um 12,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon stammen allerdings heuer 477 Mio. Euro aus gewinnbringenden Rückkäufen eigener Anleihen. „Der große Erfolg der Kapitalaufstockung beschert uns eine extrem solide Kapitallage, die uns ermöglicht, mit Zuversicht die jetzige Situation in Angriff zu nehmen“, sagte UniCredit-Chef Federico Ghizzoni in Mailand. „Angesichts der herausfordernden Situation der Wirtschaft und der Märkte kann die UniCredit eine solide Entwicklung des Nettogewinns, eine bessere Liquiditätslage und zufriedenstellende Fortschritte bei der Umsetzung des strategischen Plans vorweisen“, sagte Ghizzoni.
Weniger Kredite wertberichtigt
Die Bank Austria weist eine Kernkapitalquote von 10,5 Prozent aus. Positiv entwickelte sich die Wertberichtigung von Krediten. Diese ging um ein Viertel zurück. Der Überschuss aus Provisionen sank um 7,1 Prozent auf 383 Mio. Euro. Grund dafür waren zurückhaltende Wertpapiergeschäfte. Das Handelsergebnis legte um 80 Prozent auf 293 Mio. Euro zu. Damit lagen die Betriebserträge aus dem operativen Geschäft mit 1,811 Mrd. Euro um zwei Prozent über dem Wert des ersten Quartals 2011.