Rohstoffgewinne sind weg

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Die Gewinne, die man mit Rohstoffen in den ersten beiden Monaten erzielt hat, sind weggeschmolzen.

Frankfurt/Bloomberg. Rohstoffe verzeichnen heuer die schlechteste Entwicklung seit 2008. Nach einem achttägigen Preisrutsch sind die zwischenzeitlichen Gewinne dieses Jahres ausradiert. Konjunkturdaten aus Asien zeigten eine weitere Abschwächung bei der Industrieproduktion. Belastend wirkte auch die Mitteilung der US-Bank JP Morgan über einen Verlust von zwei Mrd. Dollar mit spekulativen Derivategeschäften.

Der 24 Rohstoffe umfassende Standard & Poor's GSCI Spot Index hat im Mai um über fünf Prozent nachgegeben. Dem Goldpreis machen die nachlassenden Inflationssorgen zu schaffen– er schwächte sich am Freitag erneut ab.

Öl und Kupfer gaben nach, nachdem sich das Wachstum der Industrieproduktion in China abgeschwächt hat. Gleichzeitig verlangsamte sich die Industrieproduktion in Indien. Damit verstärkten sich Sorgen über eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums, die insbesondere durch die Staatsschuldenkrise in der Eurozone gespeist werden.

„Der Optimismus, den wir Ende 2011 noch hatten und der ein festes Fundament für viele Rohstoffe war, ist langsam geschwunden“, sagte Jonathan Barratt, Herausgeber des Rohstoff-Newsletters „Barratt's Bulletin“ in Sydney. „Der Ausblick bleibt durchwachsen bis negativ.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2012)

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