''Die Empörten''
Protest gegen die Sparpakete
"Nieder mit dem Raubtierkapitalismus" - Kurz vor dem Gründungstag der "Empörten"-Bewegung wurde in Spanien, Portugal und Großbritannien wieder protestiert.
Kurz vor dem Gründungstag der "Empörten"-Bewegung in Spanien haben am Samstag, den 12. Mai, in zahlreichen Städten zehntausende Menschen gegen die Sparmaßnahmen der konservativen Regierung von Mariano Rajoy (Volkspartei/PP) protestiert.
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In der spanischen Hauptstadt Madrid versammelten sich die Demonstranten auf dem zentralen Platz Puerta del Sol, wo eine große Kundgebung stattfand.
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Auch in Portugal und Großbritannien gab es Proteste.
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Die Regierung hatte angekündigt, die Bildungsausgaben um etwa drei Milliarden Euro zu kürzen.
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Spanien wurde von der Finanzkrise hart getroffen. Die Arbeitslosigkeit liegt in dem Land derzeit bei 24,4 Prozent.
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Am darauffolgenden Morgen wurden die Proteste mit einer Polizeiaktion beendet. Als um 5 Uhr noch rund 500 "Empörte" auf dem zentralen Platz "Puerta del Sol" verweilten und manche davon ein Zeltlager errichten wollten, wurde der Platz laut Medienberichten von den Behörden geräumt.
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Die Polizei sperrte den Platz großräumig ab. Auch die U-Bahn-Stationen dürften laut Informationen der Tageszeitung "El Mundo" nicht vor 10 Uhr geöffnet werden. Es gab mindestens elf Festnahmen.
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Offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl der Demonstration in Madrid gab es nicht. In Barcelona versammelten sich nach Schätzungen der Polizei rund 45.000 Menschen. Die Veranstalter sprachen von 200.000.
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Insgesamt demonstrierten in rund 80 spanischen Städten zehntausende Menschen gegen die Politik von Ministerpräsident Mariano Rajoy, der mit rigorosen Maßnahmen im laufenden Jahr mehr als 27,3 Milliarden Euro einsparen will.
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Mit der Serie von Protesten und Kundgebungen erinnerte die Protestbewegung der "Empörten" an ihre Entstehung vor einem Jahr.
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Damals waren Hunderttausende Menschen auf die Straßen gegangen, hatten unter anderem Zeltstädte auf öffentlichen Plätzen in vielen Städten Spaniens eingerichtet.
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Die Demonstrationen sollen nach Angaben der Organisatoren mit verschiedenen Aktionen bis zum Dienstag fortgesetzt werden. Der 15. Mai 2011 gilt als der Beginn der Protestbewegung.
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In der britischen Hauptstadt London protestierten ebenfalls hunderte Menschen gegen Sparpläne der Regierung unter dem konservativen Premierminister David Cameron und die Macht der Banken.
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Sie versammelten sich vor der St. Paul's Cathedral, wo die "Occupy"-Bewegung bis Ende Februar ein Protestcamp hatte, das dann aber von der Polizei aufgelöst wurde. "Nieder mit dem Raubtierkapitalismus" und "Erst das Volk, dann die Profite" war auf Spruchbändern zu lesen.
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Am Rande der Proteste in London kam es zu vereinzelten Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten. Vier Demonstranten wurden festgenommen.
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