ÖBF investieren 100 Mio. Euro in „Erneuerbare“

Wien Energie
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Auch die Zukunft sehen sich die Bundesforste nicht in der reinen Holzwirtschaft. Auf der Suche nach neuen Geschäftsbereichen entdecken sie die Wasserkraft.

Wien/Red. 2011 war das „Jahr des Waldes“ – und die Bundesforste (ÖBF) haben dem Wald ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Sie haben so wenig Holz geerntet wie zuletzt im Jahr 1952: Lediglich 1,5 Millionen Festmeter Holz hat man der Natur entnommen – „genau so viel, wie nachwächst“, erklärte ÖBF-Vorstand Georg Schöppl bei der Bilanzpräsentation am Dienstag in Wien.

Dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) trotzdem um 7,8 Millionen Euro auf 23,7 Millionen Euro zulegen konnte (Umsatz 226 Mio. Euro), erklärte Vorstand Georg Erlacher mit zwei Umständen: Einerseits erreichte der Holzpreis 2011 eine Rekordhöhe von 73,8 Euro pro Festmeter (2010 waren es 63 Euro). Andererseits erwirtschaften die Bundesforste mittlerweile bereits 40 Prozent ihres Umsatzes mit Immobilien, Jagd und Fischerei sowie Dienstleistungen – also nicht mit Holz.

Auch die Zukunft sehen sich die Bundesforste nicht in der reinen Holzwirtschaft. In den kommenden Jahren sollen mehr als 100 Mio. Euro in erneuerbare Energien investiert werden: 85 Mio. Euro für 15 Kleinwasserkraftwerke mit einer Leistung von 115 Gigawattstunden und weitere 30 Mio. Euro in Windkraft. Auch mit Consulting verdienen die ÖBF gut, u.a. beraten sie den WWF für ein Klimaschutzprojekt in Laos.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2012)

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