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Polizei räumt "Occupy"-Camp vor EZB

Polizei raeumt OccupyCamp
(c) EPA (EMILY WABITSCH)
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Das seit acht Monaten bestehende Camp wird vorübergehend geräumt, um einen Sicherheitsbereich um die EZB einzurichten.

Die Polizei hat Mittwoch früh mit der Räumung des Zeltlagers der bankenkritischen "Occupy"-Bewegung vor der Europäischen Zentralbank (EZB) begonnen. Nachdem die Aktivisten mehreren Aufforderungen, das Camp freiwillig zu verlassen, nicht folgten, fing die Polizei an, die Bankenkritiker aus dem Camp zu führen. Vereinzelt mussten die Aktivisten von den Beamten auch herausgetragen werden.

Die Occupy-Anhänger, die seit acht Monaten mit dem Zeltlager in der Grünanlage vor der EZB gegen die Rolle der Finanzbranche in der Wirtschaftskrise protestieren, versammelten sich in der Mitte des Camps und machten ihrem Protest mit Trommeln und Pfeifen Luft. Einige Demonstranten bespritzten die Beamten bei der Räumung mit Farbe. Die Polizei wiederum zeigte um das Camp herum Präsenz mit Dutzenden Mannschaftswagen und Fahrzeugen.

Protestcamp wird "vorübergehend" geräumt

Zuvor hatte die Stadt Frankfurt aus Angst vor Ausschreitungen während der angekündigten Proteste der kapitalismuskritischen "Blockupy"-Bewegung in den kommenden Tagen den Aufenthalt in dem Occupy-Camp verboten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat das Verbot, das bis zum 20. Mai gilt, am Mittwoch bestätigt. Das seit vergangenem Oktober bestehende Protestcamp soll vorübergehend geräumt werden, um angesichts der geplanten sogenannten "Blockupy-"Proteste einen Sicherheitsbereich um die EZB einzurichten.

Unter dem Motto "Blockupy" haben rund 40 Organisationen für Mittwoch bis Samstag zu Protesten gegen die Krisenpolitik von EU, EZB und IWF in der Frankfurter Innenstadt aufgerufen. Unterstützt wird die Bewegung unter anderem von Occupy, den Gewerkschaften, des globalisierungskritischen Netzwerks Attac und von linken Initiativen und Parteien. Unter anderem will die "Blockupy"-Bewegung am Donnerstag Plätze in der Innenstadt besetzen und am Freitag die EZB und weite Teile des Bankenviertels lahmlegen.

(Ag.)