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Dominikanische Republik: Regierungskandidat vor Sieg

Regierungskandidat vor Sieg bei dominikanischen Präsidentenwahlen
Danilo Medina(c) AP (Ricardo Arduengo)
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Danilo Medina liegt bei der Präsidentenwahl bei 51 Prozent der Stimmen. Die Opposition zweifelt das Ergebnis an.

Bei der Präsidentenwahl in der Dominikanischen Republik zeichnet sich ein klarer Sieg des Kandidaten der Regierungspartei PLD ab. Nach Auszählung der Stimmen in 60 Prozent der Wahllokale erreichte Danilo Medina, der Vertraute des scheidenden Amtsinhabers Leonel Fernandez, 51 Prozent der Stimmen.

Für Medinas schärfsten Konkurrenten, Hipolito Mejia von der Dominikanischen Revolutionären Partei (PLD), votierten demnach 46,68 Prozent der Wähler. Sollte sich der Trend bestätigen, würde Medina im ersten Wahlgang zum neuen Präsidenten des Karibikstaates gewählt.

Jedoch zweifelte die oppositionelle PRD die offiziellen Resultate an und erklärte, Mejia habe die Wahl gewonnen. Die Wahlbehörde, die von einem Mitglied der Regierungspartei geleitet wird, habe die Ergebnisse zugunsten der PLD verändert, sagte der Leiter der PRD-Wahlkampagne, Cesar Cedeno. "Wir werden abwarten, bis wir die letzten Dokumente haben, um dem Land zu sagen, wie hoch Hipolito Mejia gewonnen hat", sagte er.

Beobachter berichten von Stimmzettel-Kauf

Nach Angaben internationaler Wahlbeobachter war der Urnengang ohne große Zwischenfälle verlaufen. Allerdings berichteten sie von Unregelmäßigkeiten wie dem Kauf von Wahlzetteln. So sollen Wähler überredet worden sein, ihre Stimmzettel zu verkaufen. Nach Angaben der unabhängigen dominikanischen Wahlbeobachtergruppe Participacion Ciudadana verlief die Stimmabgabe in über 80 Prozent der Wahlzentren ohne Probleme.

Medina gilt als Vertrauter von Fernandez, dessen Frau Margarita Cedeno künftig Vizepräsidentin sein wird. Er hatte sich bereits im Jahre 2000 um das höchste Staatsamt beworben, war aber Mejia unterlegen, der bis 2004 an der Spitze des Landes stand.

(Ag.)