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Ägypten: Präsidentschaftskandidat geht in Hungerstreik

Ägyptischer Präsidentschaftskandidat schloß sich Hungerstreik an
Khaled Ali(c) AP (Amr Nabil)
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Khaled Ali, Galionsfigur der Jugendbewegung, schließt sich einer Protestaktion gegen die Inhaftierung von Demonstranten an.

Der ägyptische Präsidentschaftskandidat Khaled Ali hat beginnt aus Protest gegen die Inhaftierung Hunderter Demonstranten einen Hungerstreik. Er werde sich an der 24-stündigen Aktion Dutzender Aktivisten beteiligen, kündigte Ali am Sonntag an.

Den mehr als 300 Festnahmen war eine gewaltsame Protestkundgebung vor dem Verteidigungsministerium in Kairo am 4. Mai vorausgegangen. Ein Soldat kam dabei ums Leben. Den Inhaftierten droht eine Strafverfolgung durch ein Militärgericht.

Der 40-jährige Ali gilt vielen als Galionsfigur der Jugendbewegung. Diese hatte im vergangenen Jahr den Aufstand gegen den gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak angeführt. Heute ist sie angesichts des Wahlsiegs islamistischer Parteien bei den Parlamentswahlen in der Defensive.

Kandidat der Muslimbruderschaft warnt vor Wahlbetrug

Der Präsidentschaftskandidat der Muslimbruderschaft, Mohammed Mursi, warnte am Sonntag vor Wahlbetrug. Jeder, der versuche, die alten Regierungsstrukturen wieder einzuführen oder den Willen des Volkes zu hintergehen, werde "zertrampelt und vom Zorn des Volkes verbrannt", sagte Mursi bei einer Kundgebung in Kairo. Zugleich kündigte er an, keine "Theokratie" errichten zu wollen, sollte er bei der Wahl gewinnen.

Die erste Wahlrunde findet am Mittwoch und am Donnerstag statt, die Stichwahl folgt am 16. und 17. Juni. Bei der ersten Präsidentschaftswahl seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Hosni Mubarak im Februar 2011 treten insgesamt 13 Kandidaten an.

Zwar hatte die Partei der islamistischen Muslimbrüder die Parlaments- und Senatswahlen, die im Februar zu Ende gingen, für sich entschieden. Mursi lag aber in jüngsten Umfragen hinter dem moderaten Islamisten Abdel Moneim Abul Futuh, Ex-Außenminister Amr Mussa und Ex-Ministerpräsident Ahmed Shafik zurück.

(Ag.)