RBI hat zum Jahresauftakt doppelt so viel verdient, wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ungarn bleibt ein Sorgenkind. Im ersten Quartal weitete die Bank ihren Verlust in Ungarn auf 20 Mio. Euro aus.
Wien/APA/Red. Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat zum Jahresauftakt mit 541 Mio. Euro doppelt so viel verdient, wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das deutlich gestiegene Konzernergebnis ist auch auf Einmaleffekte durch Wertpapiergeschäfte zurückzuführen. So flossen 113 Mio. Euro durch den vorzeitigen Rückkauf von Hybridanleihen unter ihrem Nennwert in die Kassen des Unternehmens. Weiters profitierte die RBI von geringeren Vorsorgen für faule Kredite, die um rund ein Viertel zurück gegangen waren. Unter den Ergebnissen des Vorjahres blieben sowohl der Zinsüberschuss des Hauses wie auch Provisions- und Handelsergebnis.
In Osteuropa bleibt Ungarn ein Sorgenkind der Bank. Die RBI rechnet in diesem Jahr mit zunehmenden Kreditproblemen. Unterm Strich erwartet die Bank in dem Land auch heuer einen Verlust, wie das Institut bereits im März erklärte.
Im ersten Quartal hat die Raiffeisen Bank International ihr Minus in Ungarn von zehn auf 20 Mio. Euro ausgeweitet. Allein im Schlussquartal des Vorjahres rutschte die RBI dort mit 140 Mio. Euro in die roten Zahlen.