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Strabag baut im ersten Quartal Verluste aus

Strabag-Ergebnis wird vom Rohstoffgeschäft belastet
(c) APA/HARALD SCHNEIDER (Harald Schneider)
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Das Betriebsergebnis ging gegenüber der Vorjahresperiode um 13 Prozent zurück. Der Nettoverlust stieg um 28 Prozent auf 159,14 Millionen Euro.

Der börsenotierte Baukonzern Strabag hat im ersten Quartal 2012 seine Verluste massiv ausgebaut. Das operative Ergebnis (EBIT) sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 13 Prozent auf minus 164,66 Millionen Euro und war den Konzernangaben zufolge vom Rohstoffgeschäft belastet. Der Verlust nach Steuern vergrößerte sich um 28 Prozent auf 159,14 Millionen Euro ein. Der Fehlbetrag je Aktie (EPS) stieg um 39 Prozent auf 1,44 Euro. Mit einem Minus von zwei Prozent auf 2,263 Milliarden Euro hielt sich die Bauleistung relativ stabil, wie das Unternehmens ad hoc mitteilt. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 2,193 Milliarden Euro.

Der Auftragsbestand wuchs um drei Prozent auf 15,688 Milliarden Euro und erreichte damit laut Strabag ein neues Rekordhoch. In Italien erhielt ein Konsortium rund um die Strabag den Zuschlag für den Bau von Strecken der norditalienischen Autobahn Pedemontana, der 1,7 Milliarden Euro kosten soll. Ein Volumen von einer Milliarde Euro davon ist der Strabag zuzuordnen - sie hält 60 Prozent an dem Konsortium.

Jahresprognose: Gewinn rückläufig

Für 2012 bleibt Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner bei seiner Prognose, dass der operative Gewinn gegenüber 2011 rückläufig sein wird: Ein EBIT über 300 Millionen Euro hält er für "mehr als ambitioniert". Im Vorjahr stieg der Betriebsgewinn noch um zwölf Prozent auf 334,8 Millionen Euro.

Heuer würden sich fehlende Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand in Europa weiterhin negativ auf den Verkehrswegebau auswirken. Zu einer Belastung dürfte auch die abgeschwächte Baunachfrage in Polen nach der Fußball-Europameisterschaft werden, heißt es im aktuellen Quartalsbericht. Solide Geschäfte erwartet Haselsteiner hingegen im deutschen Hoch- und Ingenieurbau.

Ergebnis unter den Erwartungen

Das Eigenkapital des größten österreichischen Baukonzerns verringerte sich zum Stichtag 31. März 2012 um drei Prozent auf 3,060 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung wurde um 79 Prozent von 267,81 auf 56,16 Millionen Euro kräftig abgebaut. Der Personalstand verringerte sich im ersten Quartal von 72.363 auf 70.767 Arbeitnehmer (minuszwei Prozent).

Mit den Ergebnissen der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres lag die Strabag leicht unter den Erwartungen von Analysten. Die Marktbeobachter hatten bereits niedrigere Umsätze und ein schwächeres Ergebnis vorausgesagt, sahen den Umsatz aber bei 2,204 Milliarden Euro und das EBIT bei minus 160,2 Millionen Euro.

(APA)