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Chanel und Co. kämpfen gegen Luxus-Plagiate

Dem zunehmende Handel von Luxuskopien aus Asien soll mit einer Posterkampagne von 75 französischen Luxusmarken Einhalt geboten werden.

r globale Markt für Luxusfälschen wird ausgehend von Asien, wo 85 Prozent der in Europa sichergestellten Plagiate produziert werden, immer größer. Für den Anstieg an Fälschungen ist vor allem die zunehmende Beliebtheit an Onlineshops, die den Käufern Anonymität und Straffreiheit vortäuschen, verantwortlich.

Plakatkampagne auf Flughäfen

Nicht länger gefallen lassen wollen sich das 75 französische Luxusmarken, die mit einer Plakatkampagne auf die Missstände aufmerksam machen. Gezeigt werden die Sujets auf französischen Flughäfen um die Reisenden davon abzuhalten, im Ausland Fälschungen zu erstehen.

Geldstrafen und Gefängnis

Frankreich zeigt sich im Umgang mit gefälschter Ware besonders unnachgiebig und hat eine der härtesten Anti-Fälschungs-Gesetzgebungen der Welt. Seit 1994 gilt hier der Besitz gefälschter Ware als eine Strafe. Und so steht auf einem der Plakatsujets auch: "In Frankreich können Sie eine Geldstrafe bis zu 300.000 Euro und eine Gefängnisstrafe für drei Jahre erhalten, wenn sie gefälschte Ware besitzen."

Millionen beschlagnahmter Güter

Bereits seit 1995 versucht man alle zwei Jahre mit Kampagnen wie diesen gegen Fälschungen vorzugehen. Diesmal sind aber auch Länder wie Tschechien, Rumänien und Kroatien involviert. Zwischen 2009 und 2010 haben sich die beschlagnahmten Güter verdoppelt. Dabei handelte es sich um 103 Millionen Artikel im Wert von 1,2 Milliarden Euro.

Fälscher verklagt

Aber nicht nur der asiatische Markt macht Probleme. Gucci zog erst vor kurzem vor Gericht um den Mitkonkurrenten Guess zu verklagen, der angeblich Gucci-Muster und bestimmte Merkmale für die eigenen Designs übernimmt. Gucci gewann den Fall und bekam laut WWD eine Summe von 4,7 Millionen Dollar zugesprochen.

Kopieren erlaubt

Freilich sieht es nicht jeder ganz so streng. Patrizio Bertelli, der Geschäftsführer des italienischen Luxusunternehmens Prada, überraschte mit seiner Aussage im Bezug auf Fakes aber schon. „Gefälschte Produkte sind nicht grundsätzlich schlecht. Immerhin haben sie einige Jobs in den Fälscher-Fabriken erschaffen. Wir wollen kein Label sein, das keiner kopieren will", erklärte er in einem Interview mit dem Wirtschaftsportal Bloomberg.

(chrile)