"Jugend Innovativ": Jung, innovativ, professionell

Jugend Innovativ Jung innovativ
Jugend Innovativ Jung innovativ(c) Kugler
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Beim Schülerwettbewerb "Jugend Innovativ" überzeugten die 30 Finalisten mit spannenden Fragestellungen, die sie noch dazu gekonnt lösten.

Es ist zum einen die immense Vielfalt an spannenden Themen, die beim Wettbewerb „Jugend Innovativ“ verblüfft: Da konzipierten z.B. vier Schüler der HTL 3 Rennweg eine soziale Plattform namens „Empalogia“, die Menschen erleichtern soll, sich im Alltag sozial zu engagieren (www.empalogia.org).Oder: Eine Gruppe der HTL Braunau beobachtete, dass ältere Menschen bei Unebenheiten und Steigungen oft Probleme mit ihrer Gehhilfe haben – und konzipierte als Abhilfe einen „E-Rollator“ (siehe kleines Foto rechts).

Was aber noch mehr fasziniert, ist zum anderen die Professionalität, mit der die 30 Finalistenteams an die Sache herangingen. Wie etwa zwei Schüler der „Grafischen“ in Wien ein umfassendes Konzept für die Neugestaltung von E-CityBikes erarbeiteten – von technischen Optimierungen über das Design der Räder bis hin zu Werbematerialien. Oder wie zwei Schülerinnen der HTL Mödling geistig behinderten Menschen in Rumänien auf innovative Art helfen – nämlich durch ein kostengünstiges, aber nachhaltiges Gebäude (www.lebens-traum.at; Foto oben).

Die kritische Fachjury am meisten überzeugen konnten schließlich die folgenden sechs Projekte:
In der Kategorie „Business“ setzte sich die HLFS Ursprung durch, die in dem Projekt „viva aronia“ der Apfelbeere als neue und gesunde Geschmacksrichtung zum Durchbruch verhelfen wollen.
Unter den „Design“-Projekten setzte sich „The Movie Bundle“ der HTL 3 Rennweg durch: Dieses Informationssystem soll jedermann ermöglichen, kostengünstig Filme zu erstellen.
Die Kategorie „Engineering“ dominierten Schüler der HTL Wels mit „Cam Guard“, einer innovativen Konstruktion, mit der die Bildqualität von Überwachungskameras in der Industrie verbessert wird.
Das innovativste „Science“-Projekt stammt von Schülern der HTBLuVA Salzburg, die gemeinsam mit einem Milchverarbeiter eine rasche Methode zum Nachweis von gefährlichen Bakterien der Art Clostridium entwickelten.
Der Sonderpreis „Klimaschutz“ ging an die HTL Braunau für eine intelligente Steuerung von Geräten zur besseren Nutzung von Alternativenergie.
Den Sonderpreis „idea.goes.app“ sicherte sich die HTBLuVA Salzburg mit „First Aid Life“, einer elektronischen Hilfestellung für die Erste Hilfe.

„Alle Teilnehmer erwerben Schlüsselqualifikationen für ihre spätere Berufskarriere und können noch dazu erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei der Preisverleihung am Freitag in der FH Campus Wien. Das sei auch wesentlich für eine Innovationskultur, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich langfristig zu sichern.

www.jugendinnovativ.at

Jugend Innovativ

Beim heurigen 25. Jubiläum des Wettbewerbs reichten insgesamt
1670 Schüler 539 Projekte ein.

Jugend Innovativ wird von der Austria Wirtschaftsservice (AWS) gemeinsam mit dem Wirtschafts- und dem Unterrichtsministerium durchgeführt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.06.2012)

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