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Syrien steigerte Waffenimporte um 580 Prozent

Syrien steigerte Waffenimporte Prozent
Symbolbild(c) AP (Fernando Llano)
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Das von Unruhen gebeutelte Syrien hat seine Waffenimporte in den vergangenen Jahren immens gesteigert. Hauptlieferant ist Russland.

Das von Unruhen gezeichnete Syrien hat seine Waffenimporte in den vergangenen Jahren massiv gesteigert. Sie stiegen zwischen 2007 und 2011 gegenüber den Jahren 2002 bis 2006 um 580 Prozent. Damaskus wird dabei hauptsächlich von Russland mit Waffen beliefert. Konkret soll das Land 78 Prozent seiner Waffen von seinem russischen Partner bezogen haben. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten "Jahrbuch zur Rüstung und Abrüstung 2012" des Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri hervor.

In Summe hat Syrien laut Sipri Waffen im Wert von rund 1,185 Milliarden US-Dollar (962 Millionen Euro) im Zeitraum 2002 bis 2011 bezogen. Den größten Anteil daraus aus Russland (850 Millionen US-Dollar), gefolgt von Weißrussland (196 Millionen US-Dollar), dem Iran (109 Millionen US-Dollar) und Nordkorea (30 Millionen US-Dollar). Während 2002 noch Waffen im Wert von 17 Millionen US-Dollar - damals aus Nordkorea und Russland - nach Syrien geliefert wurden, waren es im Jahr 2011 Waffen - aus Russland und dem Iran - im Wert von bereits 291 Millionen US-Dollar.

Raketen führen Importliste an

Die in den vergangenen Jahren nach Syrien exportierten Waffen teilen sich auf in Raketen, Luftabwehrsystem, Flugzeuge, Schiffe und Überwachungssysteme auf. Im Vorjahr führten bei den Waffenexporten Raketen, gefolgt von Luftabwehrsystemen und Sensoren. Besonders der Import der Raketen und Luftabwehrsysteme ist dabei seit 2008 gestiegen. Russland war hier zwischen 2007 und 2011 ein wesentlicher Lieferant.

Laut Medienberichten soll Russland in den vergangenen Jahren aber nicht nur neue Waffen geliefert, sondern auch syrische Panzer und Helikopter repariert und modernisiert haben. Ob jene Klein- und Handfeuerwaffen, die derzeit bei den Unruhen in Syrien zum Einsatz kommen, aus Russland stammen, ist dagegen unklar. Von russischer Seite wird jedenfalls moniert, dass geplante Waffengeschäfte im Wert von bis zu fünf Milliarden US-Dollar vernichtet wären, wenn die UN ein Waffenembargo gegen Syrien verhängen würde.

Russland & Syrien

Russland ist ein traditioneller Verbündeter Syriens. Ein Grund, weshalb sich das Land - gemeinsam mit Chrina - im UN-Sicherheitsrat gegen Luftangriffe zur Durchsetzung einer Schutzzone stemmt. Auch westliche Staaten sind gegen eine Militärintervention. In Syrien tobt seit etwa 14 Monaten ein Aufstand gegen die Regierung, bei dem bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen sind.

(APA)