Nach deutlichen Gewinnen am Vormittag konnten die Börsen in Europa ihr Niveau am Nachmittag großteils halten.
Die Wiener Börse hat sich am Mittwochnachmittag weiter sehr fest gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 1.909,28 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 41,49 Punkten bzw. 2,22 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +1,54 Prozent, FTSE/London +1,28 Prozent und CAC-40/Paris +1,80 Prozent.
Nach deutlichen Gewinnen am Vormittag konnten die Börsen in Europa ihr Niveau am Nachmittag großteils halten. Nach der Zinsentscheidung der EZB wurde nur ein kleiner Teil der Gewinne wieder abgebaut. Die Bestätigung des Zinsniveaus war großteils erwartet worden.
Gut gesucht waren in Wien die ATX-Schwergewichte voestalpine (plus 6,19 Prozent auf 21,36 Euro) und OMV (plus 3,52 Prozent auf 22,04 Euro). Stark zulegen konnten auch einige Immobilienwerte wie CA Immo Anlagen (plus 5,94 Prozent auf 7,70 Euro) sowie vor dem Hintergrund gestiegener Ölpreise die Aktien des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (plus 5,45 Prozent auf 63,80 Euro).
Gute Nachfrage gab es weiter in Telekom Austria, die Aktie stieg bis dato 2,79 Prozent auf 7,78 Euro. Ein hochrangiger Manager des Mobilfunkkonzerns America Movil des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim hatte am Dienstag bestätigt, dass das Unternehmen 4,1 Prozent an der Telekom Austria erworben hat. Die Analysten der Berenberg Bank haben den Einstieg zwar positiv bewertet, ihre Empfehlung "sell" aber vorerst bestätigt, da eine Vollprivatisierung der Telekom erst in ferner Zukunft zu erwarten sei.
Die beiden Bankwerte konnten trotz der Ratingabstufung durch Moody's zulegen. Erste Group stiegen um 0,94 Prozent auf 14,46 Euro. Raiffeisen Bank International (RBI) gewannen 0,61 Prozent auf 23,24 Euro. Die US-Ratingagentur hat ihre Bonitätsnoten für RBI, UniCredit Bank Austria und Erste Group und auch einige deutsche Bankhäuser revidiert. Für den RCB-Analyst Stefan Maxian war das Downgrading der Austro-Banken aber keine große Überraschung.
Kräftig nach unten ging es mit HTI, die Aktie fiel um 11,82 Prozent auf 0,49 Euro und damit auf ein neues Jahrestief. Der Autozulieferer hatte in der Vorwoche Verluste für das erste Quartal gemeldet.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 13:30 Uhr bei 1.916,93 Punkten, das Tagestief lag zur Eröffnung bei 1.867,28 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 1,99 Prozent bei 951,35 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 25 Titel mit höheren Kursen, neun mit tieferen und vier unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.936.635 (Vortag: 1.705.471) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 63,978 (43,80) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 337.713 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,76 Mio. Euro entspricht.
(APA)