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Sieben Tote bei Angriffen auf Kirchen in Nigeria

Verletzte in Jos.
(c) EPA (Str)
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Ein Bombenanschlag bei einer Gemeindekirche im Zentrum des Landes fordert sechs Todesopfer. Im Norden erschießen Angreifer eine Gläubige.

In Nigeria sind am Wochenende bei zwei Anschlägen auf Christen mindestens sieben Menschen getötet worden. In der zentral gelegenen Stadt Jos zündete am Sonntag ein Selbstmordattentäter nach dem Gottesdienst am Ausgang einer evangelischen Kirche einen Sprengsatz. Er riss fünf Menschen mit in den Tod. Mehr als 52 Gläubige wurden nach Polizeiangaben verletzt.

Etwa zur gleichen Zeit eröffnete in Biu im nordöstlichen Bundesstaat Borno Unbekannte mit Gewehren das Feuer auf eine Kirchengemeinde. Dabei wurde eine Frau getötet und viele weitere Gläubige verletzt.

Sekte Boko Haram sorgt für Unruhe

Zu den Anschlägen hat sich die radikal-islamische Sekte Boko Haram ("Westliche Bildung ist Sünde") bekannt. Seit etwa drei Jahren versucht Boko Haram einen Keil zwischen Muslime und Christen zu treiben und das Land zu destabilisieren, um es zu einem islamischen Staat machen zu können.

50 Prozent der etwa 170 Millionen Nigerianer bekennen sich zum Islam - sie leben vor allem im Norden des Landes. Der Süden ist durch Christentum und Animismus geprägt, die zusammen die restlichen 50 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

(APA)