Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Lungenkarzinom bald häufigste Krebserkrankung bei Frauen

Symbolbild
(c) Erwin Wodicka - BilderBox.com (Erwin Wodicka - BilderBox.com)
  • Drucken

Die Sterblichkeit von Frauen an Brustkrebs sinkt, aber sie steigt bei Lungenkrebs. Häufigste Todesursache sind Herz- und Kreislauferkrankungen. Äußerst geringe Rolle in der Todesursachenstatistik spielt indes Aids.

Wien/EKO/APA. Der Kurvenverlauf spricht eine klare Sprache – während die Sterblichkeit von Frauen infolge von Brustkrebs in den vergangenen Jahren sinkt, steigt die Kurve für die Todesursache Lungenkrebs deutlich an. Es ist absehbar, dass die beiden Kurven einander bald schneiden werden – und der Lungenkrebs den Brustkrebs als Todesursache überholen wird.

In absoluten Zahlen starben im Jahr 2011 an Brustkrebs 1481 Frauen, an Krebs in Bronchien und Lunge 1309. Berücksichtigt man die insgesamt wachsende und kontinuierlich älter werdende Bevölkerung, sank laut Statistik Austria die Brustkrebs-Sterblichkeitsrate in den vergangenen zehn Jahren um rund 30 Prozent, während sie bei Lungenkrebs um rund 16 Prozent nach oben ging. Bei Männern ist die Sterblichkeit durch Lungenkrebs hingegen stark rückgängig – allerdings ist bei ihnen das Niveau (ebenfalls altersbereinigt) auch etwa dreimal so hoch wie bei Frauen.

Sterblichkeit insgesamt gesunken

Insgesamt liegt der Krebs allerdings nur an zweiter Stelle der aktuellen Todesursachenstatistik – 26,1 Prozent aller Todesfälle im Jahr 2011, das sind 19.992, waren auf Krebserkrankungen zurückzuführen. An vorderster Stelle liegen seit Jahren Herz-Kreislauferkrankungen, 2011 entfielen auf sie 42,3 Prozent aller Todesfälle in Österreich, das sind 32.374. Bei 5111 davon war die Todesursache ein Herzinfarkt. Die übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (5,3 Prozent oder 4055 Fälle), der Verdauungsorgane (3,9 Prozent oder 2982 Personen), auf sonstige Krankheiten (16,8 Prozent oder 13.335 Fälle) sowie auf nicht natürliche Todesursachen wie etwa Verletzungen und Vergiftungen (5,5 Prozent oder 4213 Personen).
Insgesamt starben 2011 in Österreich 76.479 Personen, davon waren 52 Prozent Frauen. Berücksichtigt man bei der Gesamtzahl die demografische Alterung und die wachsende Bevölkerung, sank die Sterblichkeit in den vergangenen zehn Jahren um 14 Prozent.


Die Todesursachengruppen verteilen sich indes nicht gleichmäßig in der Bevölkerung. Während bei den Todesfällen im mittleren Erwachsenenalter Krebs die Todesursache Nummer eins darstellt, dominieren später die Herz-Kreislauferkrankungen. Und bei Jugendlichen und Erwachsenen unter 40 sind Unfälle die häufigste Todesursache. Auch Suizid ist in dieser Altersgruppe relativ häufiger als bei älteren Menschen. Insgesamt starben im Vorjahr 1286 Menschen in Österreich durch Suizid – das sind 1,7 Prozent aller Sterbefälle –, 973 davon waren Männer, 313 waren Frauen. Bei den wenigen Todesfällen, die Kinder im Alter von ein bis unter zehn Jahren betreffen (92 im Vorjahr), waren neben Fehlbildungen Unfälle und Krebs häufige Ursachen. Bei Säuglingen (281 Todesfälle im Jahr 2011) waren in acht von zehn Fällen Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen die Ursachen für den frühen Tod.

Nur eine äußerst geringe Rolle in der Todesursachenstatistik spielt indes Aids – 2011 wurden 42 Todesfälle wegen der Immunschwächekrankheit verzeichnet, die meisten davon mit 24 in Wien, gefolgt von Oberösterreich mit sieben und Niederösterreich mit vier. Als einziges Bundesland musste Vorarlberg im Vorjahr keinen einzigen Aids-Toten verzeichnen.