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Alan Greenspan: "Ja, der Euro ist gescheitert"

Südeuropäische Länder würden nie mit Deutschland mithalten können, so der frühere US-Notenbankchef. Daher sei der Euro-Rettungsschirm sinnlos.

Der legendäre ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan hat die europäische Gemeinschaftswährung als Fehlschlag bezeichnet. Südeuropäische Länder wie Griechenland, Portugal oder Spanien würden nie mit Deutschland oder anderen Staaten im Norden mithalten können, sagte er bei einer Konferenz in Montreal. Daher sei es auch nicht sinnvoll, diese Staaten immer wieder mit Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsschirm zu retten. 

"Ja, der Euro ist gescheitert. Die Frage ist, was wir nun tun sollen", zitiert "Global Montreal" den Ex-Notenbankchef. Schließlich wolle Deutschland den Euro beibehalten, um als Exportnation weiter erfolgreich zu sein. Fest stehe, dass die EZB nicht immer wieder die Notenpresse anwerfen könne. Greenspan sieht daher nur eine Lösung: "Die politische Vereinigung".

19 Jahre an der Spitze der US-Notenbank

Greenspan, der 1926 in New York als Sohn eines Börsemaklers zur Welt kam, arbeitete unter vier US-Präsidenten an der Spitze der Fed. Seine Berufung an die Spitze der US-Zentralbank erfolgte 1987 durch den republikanischen Präsidenten Ronald Reagan. Auch von Reagans Nachfolgern im Amt George Bush sen., Bill Clinton und George Bush jun. wurde Greenspan hoch angesehen. 2006 folgte ihm Ben Bernanke als Notenbankchef nach.

(sk)