Wiener-Börse-Holding: Hohe Abschreibungen in Ungarn

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Das Konzern-Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit halbierte sich wegen Forint-Verfall auf 15 Mio. Euro. Auch die Wiener Börse AG verdiente weniger.

Die Wiener-Börse-Holding (CEESEG, CEE Stock Exchange Group), unter deren Mantel neben der Wiener Börse AG auch die Börsen Budapest, Laibach und Prag zusammengefasst sind, musste im Vorjahr wegen des schwachen Forint-Wechselkurses alleine in Ungarn 11,75 Millionen Euro abschreiben. Das Konzern-EGT halbierte sich von 30,1 auf 15,4 Millionen Euro. Die Wiener Börse AG selbst verdiente ebenfalls weniger, das EGT fiel auf 24,35 nach 29,18 Millionen Euro. Somit machten die Osttöchter rein rechnerisch gemeinsam einen Verlust von knapp 10 Millionen Euro. Detailliertere Zahlen wollte der Börsen-Holding am Donnerstag auch auf Anfrage nicht bekannt geben.

Der Rückgang an der Wiener Börse sei vor allem auf die im Zuge der Finanz- und Staatsschuldenkrise gesunkenen Handelsumsätze zurückzuführen, teilte der Börsenbetreiber mit. So sei 2011 der Geldumsatz inländischer Aktien im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent zurückgegangen. "Investoren tendieren außerdem dazu, sich aus einem kleinen Kapitalmarkt schneller zurückzuziehen", so die beiden Vorstände der Wiener Börse AG, Birgit Kuras und Michael Buhl. Es würden aber eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die Handelsumsätze wieder zu steigern, wird betont.

Schwierige Zeiten für Börsen

Das Ergebnis der CEESEG spiegle nur die schwierigen Rahmenbedingungen wider, mit denen derzeit alle europäischen Börsen zu kämpfen hätten und sage "nichts über die Qualität der an unseren vier Börsen gelisteten Unternehmen aus", betonen die CEESEG-Vorstände Buhl und Peter Koblic.

Michael Spiss, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen Centrobank AG, wurde sowohl im Aufsichtsrat der CEESEG als auch der Wiener Börse AG per heute, 14. Juni, zum Nachfolger des früheren RBI-Vorstandes Patrick Butler bestimmt.

(APA)

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