Schlecker sperrt erste Filialen in Salzburg zu

Schlecker macht erste Filialen
Schlecker macht erste Filialen(c) EPA (CAROLINE SEIDEL)
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Eine Sprecherin erklärt die Schließungen als Teil eines schon länger geplanten Strukturprogramms. Die Verkaufsverhandlungen laufen auf Hochtouren.

Nach der Insolvenz der deutschen Drogeriekette Schlecker kommt es nun in Österreich zu den ersten Schließungen. In Salzburg werden laut ORF.at vorerst drei Filialen aufgelöst - in diesen Tagen fallen Zweigstellen in den Stadtteilen Taxham, Liefering und Aigen weg. Mit der Insolvenz von Schlecker Deutschland hätten die Schließungen aber nichts zu tun - sie seien "Teil eines schon länger geplanten Strukturprogramms", heißt es aus dem Unternehmen. Trotz der Schließungen seien in Salzburg jedenfalls keine Kündigungen geplant, betont Kerstin Moser von Schlecker Salzburg. Bei der Gewerkschaft häuften sich indes Beschwerden ehemaliger Schlecker-Mitarbeiterinnen, die aus dem Job gedrängt wurden. Österreichweit gibt es 930 Filialen mit rund 3.000 Beschäftigten.

Die Verkaufsverhandlungen laufen auf Hochtouren. Dabei gibt sich der Sprecher des Insolvenzverwalters, Patrick Hacker, zuversichtlich: "Ziel ist es, die Filialen zu erhalten - ob das dann noch unter dem Namen 'Schlecker' ist und unter welchem Konzept überhaupt, das muss die Zukunft zeigen." Es gebe Interessenten und es würden Gespräche geführt, so Hacker. Erste Verhandlungsergebnisse werden Ende Juni erwartet.

Mehrere Interessenten

Als mögliche Interessenten gelten beispielsweise der Ex-VP-Politiker Josef Taus mit seiner Investorengruppe MTH, die vor zehn Jahren schon Libro übernommen und saniert hat, der deutsche Lebensmittelriese Rewe, "Nah und frisch" sowie die Linzer Investmentgesellschaft Recap Management GmbH, die im Mai 2008 bei Holland Blumen Mark einstieg und laut Geschäftsführer Anton Stumpf bei Schlecker an der Gesellschaft und nicht an einzelnen Filialen interessiert ist. Rund 600 der in Summe 930 Zweigstellen dürften "langfristig überlebensfähig" sein, wie Stumpf gegenüber der Tageszeitung "Die Presse" sagte. Somit wären 1.000 Arbeitsplätze gefährdet.

(APA)

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